Die Rescue Panthers haben ein Herz für Wien: Weitere sechs lebensrettende Defis für die Wiener Polizei

Die Rescue Panthers, ein Eishockeyverein, der aus Mitgliedern von Blaulichtorganisationen besteht, setzt ein starkes Zeichen für die Sicherheit der Wiener Bevölkerung: Im Rahmen zahlreicher Spendenaktionen – unter anderem ein Benefiz-Eishockeyspiel – wurde Geld für lebensrettende Defibrillatoren gesammelt. Nun fand die Übergabe der sechs Defis an die Wiener Polizei statt.

Die Kampagne „Im Herzen Wiener*in“ wurde in Kooperation mit dem Verein PULS ins Leben gerufen, um den plötzlichen Herztod innerhalb der Stadt Wien zu bekämpfen. Durch großzügige Spenden und die Unterstützung engagierter Partnerinnen konnten die Rescue Panthers einen Betrag von 11.000,- Euro sammeln.

Die gesammelten Spenden ermöglichten die Anschaffung von sechs Defibrillatoren, die zukünftig im Rahmen des First Responder Projektes in den Funkwagen sowie in anderen mobilen Einheiten der Polizei eingesetzt werden. Mario Krammel, der Präsident des Verein Puls und Chefarzt der Berufsrettung Wien zeigte sich erfreut: „Diese Maßnahme trägt dazu bei, die Reaktionszeit der Polizei bei medizinischen Notfällen zu verkürzen und die Stadt Wien noch herzsicherer zu machen.“

„Die Veranstaltung war nicht nur ein sportlicher Wettbewerb, sondern auch eine Gelegenheit für die Bevölkerung Wiens Danke zu sagen, sich zu engagieren und etwas Positives zu bewirken. Die breite Teilnahme und die großzügigen Spenden zeigen das starke soziale Engagement und die Solidarität innerhalb der Stadt Wien. Wir freuen uns, heute die Ergebnisse unserer Kampagne in Form von lebensrettenden Defibrillatoren an die Wiener Polizei übergeben zu können.“, sagte Thomas Merlin Burger, Präsident der Rescue Panthers.

Auch Ines Bürger, die Logistikleiterin der Polizei Wien lobte die gute Kooperation zwischen den Organisationen und meinte: „Ich freue mich auf eine Fortsetzung dieser erfolgreichen Zusammenarbeit.“

Über die Rescue Panthers

Die Rescue Panthers sind ein Eishockeyverein, der 2018 gegründet wurde, um Mitgliedern von Blaulichtorganisationen die Möglichkeit zu bieten, organisationsübergreifend Sport zu treiben und gleichzeitig soziales Engagement in der Stadt Wien zu zeigen. Die Kampagne „Im Herzen Wiener*in“ wurde ins Leben gerufen, um im Kampf gegen den plötzlichen Herztod in Wien einen wesentlichen Beitrag zu leisten.

Über PULS – Verein zur Bekämpfung des plötzlichen Herztodes

Der Verein PULS versteht sich als neutrale und überparteiliche Plattform, deren Mitgliederinnen und Mitglieder sich im Kampf gegen den plötzlichen Herztod engagieren. Es gilt Bewusstsein zu schaffen, Wiederbelebung zu unterrichten, und entsprechende Forschung voranzutreiben. PULS kooperiert mit Einsatzorganisationen, Universitäten, Fachgesellschaften sowie Partnern aus der Industrie. Alle Projekte basieren auf wissenschaftlichen Grundsätzen und entsprechen internationalen Leitlinien. Mehr unter: www.puls.at.

Weitere Informationen zum Verein Puls www.puls.at

Rückfragen & Kontakt:

Puls, Verein zur Bekämpfung des plötzlichen Herztodes
PhDr. Andreas Lachner-Zenker MSc, MBA
Zenker & Co Public Relations
Tel.: 0664/ 2443242
presse@puls.at

Rescue Panthers
Martina Forster, MSc
Projektmanagerin der Rescue Panthers
rescuepanthers@gmail.com
065047812369

Therme Wien bekommt öffentlich zugänglichen Defibrillator

Um auch außerhalb der Öffnungszeiten Leben retten zu können, ist die Therme Wien ab sofort mit einem „Wiener Schrank“, einem öffentlich zugänglichen Defibrillator, ausgestattet.

Ab sofort ist auch vor der Therme Wien ein „Wiener Schrank“, ein öffentlich zugänglicher Defibrillator, montiert. Im gesamten Areal der Therme Wien, Therme Wien Med und im Fitnesscenter der Therme Wien gibt es dann insgesamt sieben der lebensrettenden Defibrillatoren. 

„Sicherheit für unsere Gäste sowie Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ist essentiell. Dafür stellen wir sämtliches Equipment zur Verfügung und arbeiten laufend an der Optimierung der Abläufe. Wir freuen uns, dass durch die Anbringung eines weiteren Defibrillators im Außenbereich der Therme Wien auch die unmittelbare Umgebung, wie die U-Bahn-Station Oberlaa, die Kurkonditorei sowie der Kurpark Oberlaa gut abgesichert ist“, betont Therme Wien Geschäftsführer Dr. Edmund Friedl.

Jede Sekunde zählt

„Im Falle eines Herzstillstandes muss es schnell gehen. Durch eine rasche Erstversorgung mit einem Defibrillator noch vor Eintreffen der Rettung verdoppelt sich die Überlebenschance“, sagt PULS-Präsident Harry Kopietz. Die Therme Wien und PULS, der Verein zur Bekämpfung des plötzlichen Herztodes, setzen daher gemeinsam ein Zeichen und bringen vor dem Thermeneingang, gegenüber des U-Bahn-Zugangs Oberlaa, den sogenannten „Wiener Schrank“ mit Fernüberwachung an. Die PULS KISS Security Card ermöglicht eine ständige Defi-Ortung mit automatisierter Kartierung. Diese innovative Investition soll auch als Vorbild und Referenz für weitere Thermenstandorte der VAMED Vitality World gelten.

Priv.-Doz. DDr. Sebastian Schnaubelt, 2. geschäftsführender Präsident des Vereins PULS freut sich über die laufende intensive Kooperation und das ‚herz-sichere‘ Vorzeigeprojekt mit der Therme Wien.

Die Scheu vor Wiederbelebung nehmen

Um den Thermen-Gästen die Scheu vor Wiederbelebungsmaßnahmen zu nehmen und den Umgang mit Defibrillatoren näherzubringen, werden PULS-Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter am 14. und 15. November 2023 in der Therme Wien praktische Übungen abhalten sowie für Fragen rund um das Thema Wiederbelebung im Thermenfoyer zur Verfügung stehen. 

PULS – Verein zur Bekämpfung des plötzlichen Herztodes

Der Verein PULS versteht sich als neutrale und überparteiliche Plattform, deren Mitgliederinnen und Mitglieder sich im Kampf gegen den plötzlichen Herztod engagieren. Es gilt Bewusstsein zu schaffen, Wiederbelebung zu unterrichten, und entsprechende Forschung voranzutreiben. PULS kooperiert mit Einsatzorganisationen, Universitäten, Fachgesellschaften sowie Partnern aus der Industrie. Alle Projekte basieren auf wissenschaftlichen Grundsätzen und entsprechen internationalen Leitlinien. Mehr unter: www.puls.at.

Therme Wien – Erfolgsprojekt der VAMED Vitality World

Der international tätige Gesundheitskonzern VAMED engagiert sich seit 1995 im Thermen- und Wellnessbereich. Unter der 2006 gegründeten Kompetenzmarke VAMED Vitality World betreibt die VAMED acht der beliebtesten Resorts in Österreich: den AQUA DOME – Tirol Therme Längenfeld, das SPA Resort Therme Geinberg, die Therme Laa – Hotel & Silent Spa, die St. Martins Therme & Lodge in Frauenkirchen, die Therme Wien, das Gesundheitszentrum Bad Sauerbrunn, das TAUERN SPA Zell am See – Kaprun und das la pura women‘s health resort kamptal in Gars am Kamp. Damit ist die VAMED führender Betreiber von Thermen- und gesundheitstouristischen Resorts in Österreich. Eigentümer der Therme Wien sind die Wien Holding GmbH, die VAMED AG, die Vienna Insurance Group Wiener Städtische Versicherung AG, die Unicredit Bank Austria AG und die Erste Group Bank AG.

Rückfragen und Kontakt:

Therme Wien
Ursula G. Piatnik
T: +43168009-9122
ursula.piatnik@thermewien.at

The Skills Group | Team Farner
Jürgen Gangoly
T: +4315052625-13
gangoly@skills.at

PULS, Verein zur Bekämpfung des plötzlichen Herztodes
PhDr. Andreas Lachner-Zenker MSc, MBA
Zenker & Co Public Relations
T: 0664/ 2443242 
presse@puls.at

Kampf dem Herztod: Auch die Parkraumüberwachungsorgane werden „first responder“

Wien (OTS) – Jede Sekunde zählt: Im Kampf gegen den plötzlichen Herztod unterstützt nun auch die Parkraumüberwachung der Stadt Wien die Aktion von Puls, dem Verein zur Bekämpfung des plötzlichen Herztodes.

Laufend werden zusätzliche Kolleginnen ausgebildet – die mittels der Lebensretter-App registrierten Ersthelferinnen werden dann über einen Notfall in ihrer Nähe informieret. Voraussetzung für die Registrierung bei der Lebensretter-App ist ein 16-Stunden-Erste-Hilfe-Kurs. Von den Parkraumüberwachungsorganen haben bereits 145 Personen die entsprechende Ausbildung absolviert, im Herbst/Winter folgen weitere 130 Personen. „Die Kolleginnen sind laufend auf den Straßen Wiens unterwegs und können im Ernstfall rasch helfen. „Danke an die Mitarbeiterinnen, die sich bereit erklären, hier aktiv zu werden und mittels Lebensretter-App rasch Hilfe zu leisten, denn im Ernstfall zählt jede Sekunde“, so Michelle Krumpschmid, Leiterin der MA67-Parkraumüberwachung.

Das Prinzip der App ist technisch fundiert aufbereitet, die Anwendung dennoch ganz einfach: Notrufe, die einen Herzstillstand vermuten lassen, werden innerhalb weniger Sekunden automatisch auch an jene App-Userinnen gesendet, die sich zum Zeitpunkt des Notrufes in einem Umkreis von 400 Metern zum Einsatzort befinden. Sobald diese ihre Verfügbarkeit bestätigen, beginnt ihr Einsatz. Die App leitet sie via Navigation entweder direkt zum Einsatzort oder zuvor zum nächsten öffentlich zugänglichen Defibrillator. So kann wichtige Zeit gewonnen und können Menschenleben gerettet werden.

Ziel der App

  • Verkürzung des Zeitraums zwischen Notruf und Eintreffen der Rettungskräfte durch Ergänzung professioneller Ersthelferinnen in der Nähe des Einsatzortes
  • Koordination des Rettungseinsatzes erfolgt weiterhin über die Leitstelle
  • Mehrere Lebensretter werden gleichzeitig alarmiert, um sicherzustellen, dass die Erste Hilfe verlässlich und schnell beim Patienten ankommt
  • Alle Infos auf www.puls.at/projekte/lebensretter-app

rk-Fotoservice: www.wien.gv.at/presse/bilder

Rückfragen & Kontakt:

Patrick Futterknecht
Öffentlichkeitsarbeiter der Magistratsabteilung 67
Telefon: +43 1 4000 67024
E-Mail: patrick.futterknecht@wien.gv.at

Wien wird HERZsicherste Stadt Europas

Im gemeinsamen Kampf gegen den plötzlichen Herztod

Knapp 7.000 Defi-Einsätze durch engagierte Polizist*innen in zehn Jahren Projektlaufzeit „Polizei First Responder“ – was als engagierte Idee eines ehrenamtlichen Vereins begonnen hat, ist zu einer Erfolgsgeschichte für PULS, den Verein zur Bekämpfung des plötzlichen Herztodes, die Wiener Polizei und die Stadt Wien geworden. „Unser Ziel ist es, die Überlebenschancen der Menschen mit plötzlichem Herzstillstand zu erhöhen“, sagt Bürgermeister Dr. Michael Ludwig. „Dank zahlreicher Maßnahmen gemeinsam mit dem Verein PULS wie der Ausbildung der Polizistinnen und Polizisten, der Etablierung der Lebensretter-App, der Inbetriebnahme zahlreicher öffentlicher Defis und vieler anderer Projekte sind wir unserer Idee, Wien zur HERZsichersten Stadt zu machen, wesentliche Schritte nähergekommen.“

Im Rahmen eines „Stationen-Lehrpfads der Reanimation“ stellten der Verein PULS, die Helfer Wiens, die Medizinische Universität Wien, A1, die GEWISTA, die Wiener Polizei, die Berufsrettung Wien, die Berufsfeuerwehr Wien, die MA 67 sowie der Bürgerdienst der Stadt ihre Projekte und Aktivitäten im gemeinsamen Kampf gegen den plötzlichen Herztod vor. 

Die Polizistinnen und Polizisten haben in diesen zehn Jahren rund 7.000 Einsätze als First Responder absolviert. „Die Wiener Polizei, der ja gesetzlich auch die Erste allgemeine Hilfeleistungspflicht obliegt, hat durch den Einsatz der Defis bereits hunderte Menschenleben gerettet. Diese Zusammenarbeit mit dem Verein PULS ist eine Erfolgsgeschichte und wird auch laufend weiter ausgebaut“, sagtLandespolizeipräsident Dr. Gerhard Pürstl. Alle uniformierten Polizist*innen im Außendienst – das sind rd. 6.500 Personen – wurden in den lebensrettenden Sofortmaßnahmen und vor allem im Umgang mit einem Defibrillator geschult. Im Notfall kommt einer unserer 275 Defis zum Einsatz.“

„Wir haben in den vergangenen Jahren zahlreiche Projekte dank der Unterstützung der Stadt Wien und der Medizinischen Universität Wien wie auch vieler anderer Partner etablieren können“, meint PULS-Präsident Harry Kopietz. „Das Geheimnis der Wiederbelebung ist einfach: es geht um die Zeit, die verstreicht, bis entsprechende Wiederbelebungsmaßnahmen getroffen werden. Bei einem Herzstillstand zählt rasches Eingreifen. Und das können alle. Wir konnten in Wien bereits zahlreiche öffentliche Defibrillatoren installieren sowie Helferinnen und Helfer schulen. Ein Konzept, das sich auszahlt.“

Mit gezielten Aufklärungskampagnen macht der Verein PULS immer wieder auf die lebensrettenden Maßnahmen aufmerksam. „Mit der Unterstützung der Agentur Lumsden & Friends finden wir hier einen breiten Zugang zur Bevölkerung“, meint der 1. geschäftsführende Präsident von PULS und Chefarzt der Berufsrettung Wien Dr. Mario Krammel. „Wichtig ist zu vermitteln, wie einfach es ist, zu helfen. Denn bei einem Herzstillstand sinkt die Überlebenswahrscheinlichkeit pro Minute um zehn Prozent, nach rund drei Minuten treten im Gehirn bereits erste nicht wiedergutzumachende Schäden auf. Die Ersthelfer-Maßnahmen sind einfach: gemäß unserem Spruch „Rufen – Drücken – Schocken“ rufen Sie den Rettungsnotruf 144, drücken Sie anschließend kräftig und schnell in die Mitte des Brustkorbes und bringen Sie schnellstmöglich einen Defi zum Einsatz.“ „Die Zusammenarbeit von Lumsden & Friends mit dem Verein PULS ist die perfekte Symbiose: Wir entwickeln kostenlos Konzepte, die ein wichtiges Anliegen unterstützen und gleichzeitig sind diese Konzepte unsere Leistungsschau, wie man innovativ und disruptiv werben kann“, sagt Marco Lumsden, Lumsden & Friends.

Einen wesentlichen Beitrag zur „herzsichersten“ Stadt Wien leistet seit 2014 auch das Projekt „Ich kann Leben retten“. Dieses Präventionsprojekt schafft Bewusstsein für Erste Hilfe Maßnahmen bei allen Kindern der dritten und sechsten Schulstufe. Geschulte Trainer*innen der Rettungsorganisationen Arbeiter Samariter Bund, Johanniter Unfall Hilfe, Jugendrotkreuz und Malteser Hospitaldienst zeigen Schüler*innen wie auch sie lebensrettende Hilfe leisten können. Die Reanimationstrainings werden von der Stadt Wien finanziert und von der Bildungsdirektion unterstützt. Die Koordination zwischen allen Partnern übernehmen „Die Helfer Wiens“.

„Die Rettungskette bei Herzstillstand ist in Wien mittlerweile einzigartig und darauf bin ich sehr stolz. Neben der Berufsrettung Wien sind auch Polizei, Feuerwehr und freiwillige Helferinnen und Helfer über die Lebensretter App eingebunden“, sagt Bürgermeister Ludwig. In Wien stehen neben den ausgebildeten Helfer*innen der Rettungsdienste wie auch von Feuerwehr und Polizei, die regelmäßig Schulungen absolvieren und Defis mitführen, an zahlreichen öffentlichen Standorten Laien-Defiszur Verfügung. Dazu zählen beispielsweise die Wiener Märkte, Einrichtungen von Wiener Wohnen, Defi-Telefonzellen, U-Bahn-Stationen und viele andere Möglichkeiten im öffentlichen Raum. In einigen Wohnhausanlagen, die von Wiener Wohnen betreut werden, wurden ebenfalls bereits Defis installiert. Auch zahlreiche Mitarbeiter*innen der Parkraumüberwachung (MA 67) haben eine Schulung zum First Responder absolviert und sind ebenfalls in die LebensretterApp integriert. Ebenso der Bürgerdienst der Stadt Wien, wo sämtliche Mitarbeiter*innen geschult wurden und die Fahrzeuge mit Defis ausgestattet sind.

„Der Verein PULS, in Zusammenarbeit mit der Berufsrettung Wien und der MedUni Wien, ist auch wissenschaftlich im Bereich des plötzlichen Herztodes und der Wiederbelebung engagiert; so konnte bereits mehreren Arbeiten in internationalen peer-reviewed Journalen der Erfolg des „Wiener Weges“ aufgezeigt werden“, so DDr. Sebastian Schnaubelt 2. geschäftsführender Präsident von PULS und Notfallmediziner an der MedUni Wien. (Publikation siehe QR-Code).

Um auf diese Defi-Standorte aufmerksam zu machen, wurde von der Gewista ein eigenesLeitsystem kreiert, um die Sichtbarkeit zu erhöhen. „Gleichzeitig sind alle Defi-Standorte auch im Einsatzleitsystem der Wiener Rettungsleitstelle hinterlegt, um im Bedarfsfall eine Helferin oder einen Helfer zum nächstmöglichen Defi zu lotsen. Zusätzlich wurde mit der Lebensretter-App die optimale Möglichkeit geschaffen, um noch schneller, Helfer*innen in der Nähe zu alarmieren“, sagt Dr. Rainer Gottwald, Leiter der Berufsrettung Wien. Mit Hilfe der App werden registrierte Ersthelfer*innen – derzeit mehr als 3.000 Personen – über einen Notfall in ihrer Nähe informiert. Die App führt sie direkt zu den betroffenen Personen. Dieses Projekt wird vom Verein Lebensretter in enger Zusammenarbeit mit der Berufsrettung (MA 70), dem Verein PULS sowie den Landesverbänden von Arbeiter-Samariter-Bund, Johanniter-Unfall-Hilfe, Malteser Hospitaldienst und Rotes Kreuz durchgeführt.

Ein wichtiger Schwerpunkt liegt derzeit auch in der Nutzung alter Telefonzellen gemeinsam mit den Partnern A1, iTelekom und PULS. Durch den Einsatz smarter Technologie gelingt eine sinnvolle Nachnutzung von A1-Telefonzellen – sogenannter City Safety Hubs –, die damit einen wertvollen Beitrag zur Bekämpfung des plötzlichen Herztodes leisten. Besonders wertvoll ist, dass die Telefonzellen gut einsehbar und tatsächlich 24 Stunden am Tag, sieben Tage die Woche verfügbar sind. 

Künftig sollen diese Standorte auch durch die Unterstützung von A1-Partnern mitInfo/Werbe-Tafeln, Bankomaten, Ladestationen und Paketstationen ausgestattet werden. „In einer Zeit, in der sich unsere Städte und Gemeinschaften ständig weiterentwickeln, wollen wir nicht nur zur Verbesserung der Lebensqualität in Wien beitragen, sondern auch Innovation und Nachhaltigkeit fördern. Gemeinsam setzen wir uns für die lebenswerteste Stadt der Welt ein“, Mag. Nadine Al-Wazzan, M.A.I.S., COO iTelekom:

Weiterführende Informationen: https://diehelferwiens.wien.gv.at/reanimationsprojekt

Weitere Informationen zum Verein PULS: www.puls.at

Wien, am 10. Oktober 2023

Rückfragen & Kontakt:

PULS, Verein zur Bekämpfung des plötzlichen Herztodes
PhDr. Andreas Lachner-Zenker MSc, MBA
Zenker & Co Public Relations
Tel.: 0664/ 2443242 
presse@puls.at

16. Oktober ist internationaler Tag der Wiederbelebung (World Restart a Heart Day)

Marktamt: Neue Defibrillatoren machen die Wiener Märkte „herzsicher“

Wien (OTS) – 5 neue Defibrillatoren hat das Marktamt in den vergangenen Tagen installiert. Neben dem Vorgarten- und dem Volkertmarkt im 2. Bezirk wurden der Rochus-, der Schwender- und der Johann-Nepomuk-Vogl-Markt neu bestückt. Insgesamt machen jetzt 19 dieser lebensrettenden Apparate die Wiener Märkte noch „herzsicherer“. Die Aufstellplätze sind natürlich sehr bewusst gewählt, verzeichnen die Märkte doch eine Besucherinnen-Frequenz von rund 410.000 Menschen pro Woche.

Stadtrat Peter Hacker: „Durch die Aktion, Defis an stark frequentierten Plätzen Wiens zu installieren, tragen wir zur allgemeinen Sicherheit in unserer Stadt bei. Ein flächendeckendes Netz von öffentlich zugänglichen Defibrillatoren kann im Notfall Menschenleben retten. Gerade am internationalen Tag der Wiederbelebung ist es uns besonders wichtig, diesbezüglich ein Zeichen zu setzen“. Harry Kopietz, Präsident des Verein PULS ergänzt: „Die Aufklärung der Bevölkerung und die Botschaft „DU kannst nichts falsch machen – auch DEINE Hände können Leben retten“ zählen neben dem Ausbau des Defi-Netzwerks und den Reanimationsschulungen zahlreicher ErsthelferInnen zu unseren wichtigsten Anliegen.“

„Bei der Aufstellung wurde in Abstimmung mit den Expertinnen des Vereins PULS darauf geachtet, das Netzwerk an bereits vorhandenen Defis im öffentlichen Raum bestmöglich zu ergänzen“, erklärt Marktamtsdirektor Andreas Kutheil. Das Marktamt setzt alles daran die Märkte stetig zu verbessern, dazu gehört natürlich auch die Vorsorge für medizinische Ernstfälle. Die Defibrillatoren sind rund um die Uhr zugänglich und führen mittels Sprachanweisung einfach durch die Anwendung. Sowohl das Marktamt als auch der Verein PULS sind Mitglieder des K-Kreises, der aus allen Wiener Blaulicht- und Hilfsorganisationen, sowie sämtlichen sicherheitsrelevanten Dienststellen der Stadt Wien, ihr nahestehenden Unternehmen und privaten Partnerinnen besteht.

Nähere Informationen gibt es beim Marktamts-Telefon unter der Wiener Telefonnummer 4000 – 8090. Das Marktamts-Telefon ist Montag bis Freitag zwischen 7:30 und 21 Uhr, Samstag zwischen 8 und 18 Uhr und Sonntag zwischen 9 und 15 Uhr besetzt.

Rückfragen & Kontakt:
Alexander Hengl
Mediensprecher des Marktamtes
Telefon: 01 4000 59255
E-Mail: alexander.hengl@wien.gv.at
www.marktamt.wien.at

Telefonzelle macht Grinzing herzsicherer

Die sinnvolle Nachnutzung einer nicht mehr verwendeten Telefonzelle leistet ab sofort 24/7 einen wertvollen Beitrag gegen den plötzlichen Herztod in Döbling. Zu finden ist diese an der Endstation der Straßenbahnhaltestelle Grinzing. Anlässlich des Weltherztages stellen die Projektpartner das Konzept vor.

„Das Geheimnis der Wiederbelebung ist einfach: es geht um die Zeit, die verstreicht, bis entsprechende Wiederbelebungsmaßnahmen getroffen werden“, erklärt der Geschäftsführende Präsident von Puls und Chefarzt der Berufsrettung Wien Dr. Mario Krammel. „Bei einem Herzstillstand sinkt die Überlebenswahrscheinlichkeit pro Minute um 10 Prozent, nach rund drei Minuten treten im Gehirn bereits erste nicht wiedergutzumachende Schäden auf. Die Ersthelfer-Maßnahmen sind einfach: gemäß unserem Spruch „Rufen – Drücken – Schocken“ rufen Sie den Rettungsnotruf 144, drücken Sie anschließend schnell und kräftig in die Mitte des Brustkorbes und bringen Sie schnellstmöglich einen Defi zum Einsatz.“

„Es handelt sich dabei um die zweite Telefonzelle, die auf diese wertvolle Art weiter genutzt wird“, erklärt Michael Seitlinger, A1 Leitung Regulatory & Public Affairs. A1 unterstützt dieses sinnvolle Projekt mit großem Engagement und voller Überzeugung. „Es wird sicherlich auch noch weitere Standorte geben, mit denen wir Wien ein Stück weit herzsicherer machen können.“

„Die Gewista unterstützt das Projekt „Defi im öffentlichen Raum“ seit mehreren Jahren. Einerseits durch die Bereitstellung von Defis und andererseits durch das Installieren von Leitsystemen zur besseren Auffindbarkeit der Defis. Darüber hinaus setzen wir Werbekampagnen für den Verein Puls um, die das Thema Herzsicherheit in das Bewusstsein der Wienerinnen und Wiener bringen“, erklärt Hansjörg Hosp, COO der Gewista.

„Die gelungene Nachnutzung einer Telefonzelle zur gesicherten Daseinsvorsorge ist mit den Projektpartnern A1 und Gewista in Döbling damit erfolgreich umgesetzt worden. Durch den Einsatz smarter Technologie gelingt eine sinnvolle Nachnutzung von A1-Telefonzellen, die damit einen wertvollen Beitrag zur Bekämpfung des plötzlichen Herztodes leisten“, sagt Krammel. „Besonders wertvoll ist, dass die Telefonzellen gut einsehbar und tatsächlich 24 Stunden am Tag, sieben Tage die Woche verfügbar sind. Die Berufsrettung Wien kann dank der smarten Technologie auf die Standortdaten zugreifen und sowohl Ortung als auch den Betriebszustand des Defis abfragen, um so noch effizienter Hilfe leisten zu können.“

Durch Spenden von ALTHERA GesmbH und Unterstützung des Bezirks Döbling war die Umsetzung schnell und erfolgreich möglich.

Rückfragen & Kontakt:

Puls, Verein zur Bekämpfung des plötzlichen Herztodes
PhDr. Andreas Lachner-Zenker MSc, MBA
Zenker & Co Public Relations
Tel.: 0664/ 2443242
presse@puls.at


Mag. Livia Dandrea-Böhm
A1 Unternehmenssprecherin
+43 664 66 31452
livia.dandrea-boehm@a1.at

Leuchtturmprojekt in Wien realisiert: Die Erste durch Spenden finanzierte Notruf-Defi-Telefonzelle in Betrieb genommen

Die Stadt Wien und Puls, Verein zur Bekämpfung des plötzlichen Herztodes, setzen gemeinsam mit A1 und der Gewista den nächsten wichtigen Schritt zum Thema Sicherheit: Ab sofort bekommen alte Telefonzellen einen neuen Stellenwert – sie werden mit einem lebensrettenden Defi und einer Notruffunktion ausgestattet. Mittels Direktwahltasten können sowohl die Notrufnummern für Feuerwehr, Polizei und Rettung ohne Kosten angewählt werden, sondern beispielsweise auch der Frauennotruf. Ziel dieser Initiative ist ein Mehr an Sicherheit.

Die erste neu ausgestattete Telefonzelle befindet sich am Schuhmeierplatz in Wien Ottakring. „Wir freuen uns besonders, erstmals ein Projekt wie dieses auf die Beine stellen zu können, das aufgrund der guten Nachbarschaft rund um den Schuhmeierplatz entstanden und möglich gemacht wurde. Besonderer Dank gilt hier den Unterstützern: Wiener Kinderfreunden aktiv, Kinderfreunden Ottakring, Café Schuhmeier, der SPÖ Ottakring und der Apotheke am Schuhmeierplatz. In guter Zusammenarbeit mit dem Verein Puls, der Gewista und A1 konnte das Projekt pünktlich zum Umbau des Schuhmeierplatzes, im Rahmen der Neugestaltung der Thaliastrasse, fertiggestellt werden“, sagt Bezirksvorsteher Franz Prokop.

„Unser gemeinsames Ziel ist es, Wien zur HERZsichersten Stadt zu machen und gleichzeitig auch zusätzliche Sicherheit im Alltag zu bieten“, erklärt Ulli Sima, Stadträtin für Innovation, Stadtplanung und Mobilität Ulli Sima. Besonders freut sie, dass nach der so erfolgreichen Umgestaltung der Thaliastrasse mit über 200 neuen Bäumen, vielen Sitzplätzen und Nebelduschen für Hitzetage nun auch die erste Notruf-Defi-Telefonzelle an der Thaliastrasse, konkret am Schuhmeierplatz in Betrieb genommen werden konnte. Sie bedankt sich bei allen Beteiligten für die Umsetzung.

Zusätzlich zum Defi, der durch den Wiener Schrank geschützt ist, besteht in der neuen Defi-Notruf-Telefonzelle die Möglichkeit via Direktwahltasten einen Notruf abzusetzen. Hinterlegt sind aber nicht nur die klassischen Notrufnummern für Rettung, Polizei und Feuerwehr, sondern auch der Frauennotruf und sämtliche Notrufnummern der Stadt Wien wie zum Beispiel der Notruf bei Gasgebrechen oder die Vergiftungszentrale. Grundsätzlich kann vom Betreiber definiert werden, welche Notrufnummern mittels frei konfigurierbarer „White Label Telefon-Liste“ freigeschalten und somit kostenfrei ausgewählt werden können.

Michael Seitlinger, Leitung Regulatory & Public Affairs bei A1, begrüßt die Initiative: „Wir stellen gerne unsere Telefonzellen als Defi-Standorte zur Verfügung. Defibrillatoren und Telefonzellen ergänzen einander gerade bei Notfällen sehr gut. Mit dem Defibrillator bekommt die Telefonzelle eine wichtige Rolle in der Rettungskette. Zudem kann man natürlich auch heute noch von jeder Telefonzelle aus die Notrufnummern kostenlos anrufen.“

„Das Geheimnis der Wiederbelebung ist einfach: es geht um die Zeit, die verstreicht, bis entsprechende Wiederbelebungsmaßnahmen getroffen werden“, erklärt Puls-Präsident Harry Kopietz. „Bei einem Herzstillstand sinkt die Überlebenswahrscheinlichkeit pro Minute um 10 Prozent, nach rund drei Minuten treten im Gehirn bereits erste nicht wiedergutzumachende Schäden auf. Die Ersthelfer-Maßnahmen sind einfach: gemäß unserem Spruch „Rufen – Drücken – Schocken“ rufen Sie den Rettungsnotruf 144, drücken Sie anschließend schnell und kräftig in die Mitte des Brustkorbes und bringen Sie schnellstmöglich einen Defi zum Einsatz. Jetzt gehen wir sogar noch einen Schritt weiter und setzen dank des gemeinsamen Projektes maßgebliche Schritte für Menschen, die dringend Hilfe benötigen – egal um welchen Notfall es sich handelt. Dazu kommt, dass es sich um das erste Projekt zur Nachnutzung einer Telefonzelle handelt, das mittels Spendensammlung ermöglicht wurde.“

Geschützt werden die Defis in den neu etablierten Telefonzellen zudem auch noch durch den „Wiener Schrank“ – ein Schranksystem, das einerseits die Stromversorgung sichert und andererseits das Gerät vor Beschädigungen durch Wind, Wetter oder Vandalismus schützt. Dennoch bleibt der Defi schnell und leicht verfügbar. Ein und dieselbe Kommunikationsleitung sorgen gleichzeitig für eine Nutzung der Notrufe wie auch für die Überwachung des Defibrillators im Schrank. Der Betreiber kann also einfach mittels Software die Logik der Notrufeinheit wie auch des Defibrillator-Schranks fernüberwachen, servicieren und konfigurieren.

Mittlerweile sind in Wien mehr als eintausend öffentliche Defis verfügbar, auf die auch die Rettungsleitstelle im Bedarfsfall zugreifen kann. Alle Amtshäuser in Wien sind mit Defis ausgerüstet und neben den Rettungsorganisationen verfügen auch fast alle Polizei- und Feuerwehr-Einsatzfahrzeuge sowohl über einen Defi als auch über entsprechend geschultes Personal. „Mit der Fortsetzung dieser Initiative gemeinsam mit A1 und der Gewista gehen wir wieder einen wichtigen Schritt weiter, um den Zugang zu Defibrillatoren und damit zu lebensrettenden Sofortmaßnahmen weiter zu erhöhen“, so Kopietz.

Erste Wiener Tankstelle mit smartem „Wiener Defi-Schrank“

Ab sofort ist die Tankstelle bei der Johanna Garage im 5. Bezirk (Johannagasse 28) in Wien mit einem eigenen Defi ausgerüstet. „Damit wird unser Defi-Netzwerk noch dichter gewoben“, erklärt Puls-Präsident Harry Kopietz. Initiiert wurde das Aufstellen des Gerätes durch die Bezirksvorstehung Margareten, umgesetzt durch Puls, Verein zur Bekämpfung des plötzlichen Herztodes.

In der Johannagasse steht somit bei der ersten Tankstelle Wiens ein smarter Wiener Schrank mit einem Defi inklusive GPS-System. Das rund um die Uhr verfügbare und öffentlich zugängliche Gerät führt mittels Sprachanweisung durch die Anwendung und baut selbständig eine Verbindung zur Rettungsleitstelle der Berufsrettung Wien auf.

„Das übergeordnete Ziel muss es sein, Wien zur HERZsichersten Stadt zu machen“, sagen Bezirksparteivorsitzende Elke Hanel-Torsch und Bezirksvorsteherin-Stellvertreter und Leiter des Umweltausschuss Wolfgang Mitis. „Die Idee, einen Defi auch bei einer Tankstelle anzubringen, haben wir sofort aufgenommen – denn jedes einzelne Gerät kann helfen, Leben zu retten.“

„Durch das Schranksystem ist der Defi vor dem Wetter geschützt, die Stromversorgung ist gesichert und das Gerät dennoch jederzeit leicht zugänglich“, meint Kopietz. Erstmals kam das System beim Wiener Wohnen zum Einsatz sinken auch die Bedenken und Hemmschwellen bei öffentlichen Installationen aufgrund Diebstahl- und Vandalismus-Gefahr. Wichtig ist im Endeffekt, dass die Defis schnell und flächendeckend zur Verfügung stehen – und zwar 24 Stunden am Tag.“ Bei der Tankstelle wurde beispielsweise eine intelligente Alarmsicherung für den Betreiber installiert, die es gestattet, sogar die Flutlichtanlage mit der Video-Überwachung der Tankstelle zu integrieren.

„Das Geheimnis der Wiederbelebung ist einfach: es geht um die Zeit, die verstreicht, bis entsprechende Wiederbelebungsmaßnahmen getroffen werden“, erklärt der Geschäftsführende Präsident von Puls und Chefarzt der Berufsrettung Wien Mario Krammel. Bei einem Herzstillstand sinkt die Überlebenswahrscheinlichkeit pro Minute um zehn Prozent, nach rund drei Minuten treten im Gehirn bereits erste nicht wiedergutzumachende Schäden auf. Die Ersthelfer-Maßnahmen sind einfach: gemäß unserem Spruch „Rufen – Drücken – Schocken“ rufen Sie den Rettungsnotruf 144, drücken Sie anschließend schnell und kräftig in die Mitte des Brustkorbes und bringen Sie schnellstmöglich einen der mittlerweile mehr als 1.200 verfügbaren Wiener Defis zum Einsatz.“

Die Jugend im Kampf gegen den plötzlichen Herztod

Der Verein Wiener Jugendzentren erhält dank einer ganz besonderen Spende einen eigenen Defibrillator. „Selbstverständlich werden wir die jungen Menschen auch entsprechend im Umgang mit dem Gerät schulen“, erklärt der Geschäftsführende Präsident von Puls und Chefarzt der Wiener Rettung Dr. Mario Krammel. „Aber eines ist klar: die Jugend ist die Zukunft, man kann nicht früh genug damit anfangen, lebensrettende Maßnahmen zu trainieren.“

Dr. Nikolaus Schneider ist der Spender des Defis, der ab sofort im Jugendzentrum zur Verfügung steht: „Ich finde die Idee, den Defi an das Jugendzentrum zu spenden, sehr gut. Besonders, wenn es Aufmerksamkeit von Jugendlichen auf die Wichtigkeit von Reanimation und die Erste Hilfe lenkt.“ Dr. Schneider „erarbeitete“ sich den Defibrillator im Rahmen des Notärztekongresses 2022 im Rahmen der CPR-Challenge. Dort wurde sozusagen um die Wette gedrückt – eine Minute lang wurde bei jedem Teilnehmer und jeder Teilnehmerin Frequenz und Drücktiefe gemessen – dabei ging Nikolaus Schneider als Gewinner hervor. Der Preis: ein Laien-Defibrillator.

„Dr. Schneider teilte uns mit, dass er den Gewinn gerne einer Organisation spenden möchte, damit das Gerät dann auch wirklich zur Verfügung steht und im Ernstfall zum Einsatz kommt“, so Krammel. „Aus unserer Liste potenzieller Organisationen wählte er dann die Wiener Jugendzentren.“ Die Übergabe des Gerätes fand nun im 5er Haus statt. „Wir freuen uns sehr, dass wir nun einen eigenen Defibrillator zur Verfügung haben“, erklärt Geschäftsführerin Manuela Smertnik. „Zu helfen, wenn Hilfe gebraucht wird und dabei vielleicht noch ein Leben zu retten – das ist etwas, was wir jedenfalls unseren jungen Menschen mitgeben wollen.“

„Das Geheimnis der Wiederbelebung ist einfach: es geht um die Zeit, die verstreicht, bis entsprechende Wiederbelebungsmaßnahmen getroffen werden“, erklärt Krammel. „Bei einem Herzstillstand sinkt die Überlebenswahrscheinlichkeit pro Minute um 10 Prozent, nach rund drei Minuten treten im Gehirn bereits erste nicht wiedergutzumachende Schäden auf. Die Ersthelfer-Maßnahmen sind einfach: gemäß unserem Spruch „Rufen – Drücken – Schocken“ rufen Sie den Rettungsnotruf 144, drücken Sie anschließend schnell und kräftig in die Mitte des Brustkorbes und bringen Sie schnellstmöglich einen der mittlerweile mehr als 1.200 verfügbaren Wiener Defis zum Einsatz.“

Der „Wiener Weg“ der Lebensrettung wirkt

Im Rahmen des Kongresses der Österreichischen Gesellschaft für Notfall- und Katastrophenmedizin präsentierte der Verein Puls den „Wiener Weg“ zur Bekämpfung des plötzlichen Herztodes. In den vergangenen Jahren wurden wichtige Schritte gesetzt, um die Überlebenszahl nach plötzlichem Herzstillstand zu erhöhen – denn jedes einzelne Leben zählt. Zwei der Überlebenden waren auch beim Kongress vor Ort und erzählten von den Ereignissen, die ihr Leben prägten.

„Die Österreichische Gesellschaft für Notfall- und Katastrophenmedizin (ÖNK) widmet sich in ihren alle zwei Jahre stattfindenden Kongresses in umfassender Art und Weise rettungsmedizinischen Themen. Dazu gehört natürlich auch der „plötzliche Herztod“, sodass sich hier eine Brücke zu Puls – Verein zur Bekämpfung des plötzlichen Herztodes schlagen lässt. Wir sind dankbar und stolz, Puls als Partner bei unseren Kongressen dabei zu haben“, erklärt Prof. Wolfgang Schreiber, Kongresssekretär.

„Wir arbeiten als Verein nun bereits seit elf Jahren daran, sowohl die Verfügbarkeit von Laien-Defibrillatoren zu erhöhen als auch das Bewusstsein der Menschen zu verändern. Denn Helfen kann Jede:r – man muss es nur tun“, erklärt Präsident Prof. Harry Kopietz, PULS. „Ein Leben zu retten ist zudem auch für den Helfer oder die Helferin ein einprägendes Ereignis. Umso dankbarer bin ich, dass es auch Überlebende gibt, die ihre Geschichte öffentlich machen, denn diese Erkenntnis, dass jede Hilfe und jede Sekunde zählt ist einfach ungemein wichtig.“

Wenn jede Sekunde zählt

Wenn die Überlebenden erzählen, weiß man gleich, dass es eben darauf ankommt, wie schnell die richtigen Maßnahmen gesetzt werden. Inge S. beispielsweise bekam an diesem Tag Besuch von ihrer Freundin „Wir haben dann Kaffee getrunken und sie hat mir Fotos von den neugeborenen Zwillingsenkeln gezeigt. Während des Gesprächs bin ich scheinbar elegant vom Stuhl gerutscht … Selbst kann ich mich nicht mehr daran erinnern“, erzählt Inge. Nach vier Minuten war die Polizei als First Responder auch schon da und mit im Gepäck ein Defi. Die Polizisten starteten sofort mit der Wiederbelebung, bis sie an die eintreffenden Sanitäter der Berufsrettung Wien übergeben konnten. Gatte Uli, der viele Jahre für die UNO international tätig war, lobt den hohen Standard der Rettungsversorgung in Wien. „So etwas findet man weltweit sehr selten, da wurde ein großartiges System aufgebaut.“

Auch Stefan T. erzählt, dass er sich an die Ereignisse nicht mehr wirklich erinnern kann: „Meine Freundin und ich waren zu Hause und sind auf der Couch beim Fernsehen gesessen. Dann habe ich so komische Zuckungen bekommen. Meine Freundin war besorgt – dann bin ich wohl eingeschlafen.“ Als Stefan zu röcheln begann, wählte sie sofort den Rettungsnotruf 144 und wurde angeleitet, die Herzdruckmassage durchzuführen. Nach kurzer Zeit waren die Einsatzkräfte vor Ort und die Notärztin reanimierte weiter, bis Stefan wieder ansprechbar war.

Der „Wiener Weg“

Diese beiden Geschichten zeigen deutlich, wie wichtig schnelles und richtiges Verhalten sind. „Die Rettungskette bei Herzstillstand ist in Wien mittlerweile einzigartig und darauf bin ich sehr stolz. Neben der Wiener Berufsrettung sind auch Polizei, Feuerwehr und freiwillige Helfer:innen über die Lebensretter App eingebunden“, meint Dr. Mario Krammel, Chefarzt der Berufsrettung Wien und geschäftsführender Präsident des Vereins Puls. „Medizinisch gesehen wissen wir, dass in punkto Überlebenschancen bei einem Herzstillstand, der sich außerhalb des Krankenhauses ereignet, tatsächlich jede Sekunde entscheidend sein kann. Pro Minute ohne Hilfeleistung sinkt die Überlebenswahrscheinlichkeit um zehn Prozent. Durch rasches Eingreifen eines Ersthelfers noch vor Eintreffen der Rettung könnten bis zu 70 Prozent der Betroffenen überleben. Im Notfall gilt daher: Rufen – Drücken – Schocken . Also Notruf 144 wählen, Herzdruckmassage ausüben und dann den Defi einsetzen. Man kann nichts falsch machen. Nur Nichtstun ist falsch!“

In Wien stehen neben den ausgebildeten Helfer:innen der Rettungsdienste wie auch von Feuerwehr und Polizei, die regelmäßig Schulungen absolvieren und Defis mitführen, an zahlreichen öffentlichen Standorten Laien-Defibrillatoren zur Verfügung. Dazu zählen beispielsweise Märkte, Einrichtungen von Wiener Wohnen, Defi-Telefonzellen, U-Bahn-Stationen und viele andere Möglichkeiten im öffentlichen Raum. Um auf diese Defi-Standorte aufmerksam zu machen, wurde ein eigenes Leitsystem kreiert, um die Sichtbarkeit zu erhöhen. Gleichzeitig wurde mit dem Definetzwerk Österreich eine Plattform geschaffen, auf die leicht zugegriffen und der nächste Standort ermittelt werden kann. Auch die Leitstellen greifen auf dieses Netzwerk zu, um im Bedarfsfall einen Helfer oder eine Helferin zum nächstmöglichen Defi zu lotsen. Zusätzlich wurden mit der Lebensretter-App die optimale Möglichkeit geschaffen, um noch schneller, Helfer:innen in der Nähe zu alarmieren. Mit Hilfe der App werden registrierte Ersthelfer:innen über einen Notfall in ihrer Nähe informiert. Die App führt sie direkt zu den betroffenen Personen.

Einen wesentlichen Baustein der umfangreichen Initiativen bildet aber auch das Schulen der zukünftigen Helfer:innen. In einer bis dato in Österreich einzigartigen Initiative hat die Stadt Wien entschieden, dass alle Kinder der dritten Klasse Volksschule eine Erste-Hilfe-Schulung erhalten und dies auch finanziert wird. Seit dem Vorjahr werden zudem auch in der fünften Schulstufe zusätzliche Schulungen umgesetzt. „Kinder nehmen diese Trainings sehr positiv auf und haben Spaß dabei – was sie neben den richtigen Maßnahmen aber vor allem lernen ist, dass man keine Angst davor haben muss, zu helfen. Man muss es nur tun“, erzählt Krammel.