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Archiv für die Kategorie: News

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Wissenschaft aus Wien: Laienreanimation rettet Leben

1. Oktober 2026/von PULS

Mitte September wurde Mailand zum Treffpunkt der internationalen Wiederbelebungsforschung: Beim diesjährigen Kongress des European Resuscitation Council (ERC) kamen Expert*innen aus ganz Europa und darüber hinaus zusammen, um aktuelle Erkenntnisse und Entwicklungen rund um den Kreislauf-Stillstand und die Wiederbelebung zu diskutieren.

Mit dabei war auch eine wissenschaftliche Arbeit aus Wien: Im Rahmen des Kongresses wurde ein Abstract unter Mitwirkung von PULS vorgestellt, welches sich mit der Entwicklung der Laienreanimation und deren Einfluss auf das Überleben nach außerklinischem Kreislauf-Stillstand in Wien beschäftigt.

Die Auswertung zeigt deutlich, wie wichtig die ersten Minuten nach einem Kreislauf-Stillstand sind: Patient*innen, bei denen bereits vor dem Eintreffen des Rettungsdienstes mit Wiederbelebungsmaßnahmen begonnen wird, haben bessere Chancen zu überleben und ein besseres neurologisches Ergebnis. Genau diese entscheidenden Minuten können Ersthelfer*innen überbrücken – indem sie den Notruf wählen, sofort mit der Herzdruckmassage beginnen und, wenn verfügbar, einen Defibrillator verwenden.

Untersucht wurden auch die Auswirkungen der COVID-19-Pandemie. Dabei zeigte sich ein Rückgang der Laienreanimationsrate. Die Daten machen damit einmal mehr deutlich, wie entscheidend ein funktionierendes Netzwerk aus Ersthelfer*innen, frühzeitiger Defibrillation und professioneller Rettungsmedizin ist.

Für PULS ist die Präsentation in Mailand deshalb mehr als ein wissenschaftlicher Beitrag: Sie bestätigt unseren Weg. Menschen müssen wissen, dass sie im Ernstfall selbst den entscheidenden Unterschied machen können. Denn bei einem Kreislauf-Stillstand zählt jede Minute – und Hilfe beginnt bevor der Rettungsdienst eintrifft.

RUFEN – DRÜCKEN – SCHOCKEN

Hier geht´s zum Abstract


https://www.puls.at/wp-content/uploads/2026/10/ERC_Kongress_1920x696.jpg 696 1920 PULS https://www.puls.at/wp-content/uploads/2020/04/Puls_Logo_340x156.png PULS2026-10-01 09:59:142026-10-01 12:56:21Wissenschaft aus Wien: Laienreanimation rettet Leben

PULS beim Mistfest 2026

24. September 2026/von PULS

Am 19. und 20. September verwandelte sich der Mistplatz Hernals beim traditionellen 48er-Mistfest wieder in ein großes Festgelände für die ganze Familie und auch heuer war PULS wieder mit dabei. Über 40.000 Wiener*innen nutzten die Gelegenheit, sich bei freiem Eintritt über Klimaschutz, Kreislaufwirtschaft und die vielfältigen Aufgaben der MA 48 und zahlreicher weiterer Organisationen zu informieren. Riesenrad, Flying Fox, Bouldern, Fahrzeugausstellungen, Kinderflohmarkt und ein abwechslungsreiches Bühnenprogramm sorgten zusätzlich für beste Stimmung.

Am PULS-Stand konnten die Besucher*innen die Herzdruckmassage ausprobieren, den Umgang mit einem Defibrillator kennenlernen und erleben, wie einfach die drei entscheidenden Schritte sein können: RUFEN – DRÜCKEN – SCHOCKEN. Veranstaltungen wie das Mistfest bieten eine wichtige Gelegenheit, Wissen direkt zu den Menschen zu bringen, Berührungsängste abzubauen und Mut zum Helfen zu machen. Denn Wiederbelebung soll nicht nur theoretisches Wissen bleiben. Wer die notwendigen Schritte schon einmal selbst ausprobiert hat, setzt sich aktiv mit dem richtigen Handeln im Notfall auseinander.

Dass Erste Hilfe nicht nur am Übungsmodell wichtig ist, zeigte sich an diesem Wochenende auch ganz konkret: Zwei PULS-Mitarbeiter waren vor Ort bei zwei medizinischen Notfällen als Ersthelfer im Einsatz. Ein eindrucksvoller Beleg dafür, wie wichtig es ist, im Notfall nicht wegzusehen, sondern rasch und entschlossen zu handeln.

Ein herzliches Danke an die MA 48 für die Einladung und die großartige Veranstaltung und an alle Besucher*innen, die bei uns gedrückt, gefragt und ausprobiert haben. Denn je mehr Menschen wissen, was im Ernstfall zu tun ist, desto größer wird die Chance, ein Leben zu retten.

© Verein PULS

https://www.puls.at/wp-content/uploads/2026/09/Mistfest1_1920x696.jpg 695 1917 PULS https://www.puls.at/wp-content/uploads/2020/04/Puls_Logo_340x156.png PULS2026-09-24 11:22:142026-09-30 12:17:00PULS beim Mistfest 2026
  © Verein PULS

RUFEN – DRÜCKEN – SCHOCKEN beim 36. Wiener Feuerwehrfest

16. September 2026/von PULS

Drei Tage lang stand der Platz Am Hof ganz im Zeichen von Sicherheit, Einsatzbereitschaft und Gemeinschaft: Von 11. bis 13. September war PULS auch heuer wieder beim traditionellen Wiener Feuerwehrfest mit dabei. Ein ganz besonderes Fest, denn die Berufsfeuerwehr Wien feiert 2026 ihr 340-jähriges Bestehen. Historische und moderne Einsatzfahrzeuge, Feuerwehrtaucher*innen, Höhenretter, Drohnenteam, Rettungshunde und zahlreiche Wiener Hilfs- und Einsatzorganisationen machten die Arbeit der Einsatzkräfte für Groß und Klein erlebbar.

Der Freitag startete traditionell mit dem Sicherheitstag der Wiener Volksschulen und der Sicherheitsrätselrallye der Helfer Wiens. Diesmal spielte allerdings das Wetter nicht mit: Regen und deutlich kühlere Temperaturen sorgten dafür, dass weniger Schulklassen als in den vergangenen sonnigen und teilweise sehr heißen Jahren den Weg zu unserem PULS-Stand fanden. Jene Kinder, die zu uns kamen, waren dafür mit umso mehr Begeisterung dabei und konnten selbst ausprobieren, wie einfach lebensrettende Erste Hilfe sein kann.

Auch an diesem Wochenende hieß es bei PULS wieder: selbst Hand anlegen statt nur zuschauen. An unseren Reanimationspuppen konnten Kinder und Erwachsene die Herzdruckmassage üben und den Umgang mit einem Defibrillator kennenlernen. Denn im Ernstfall braucht es keine Held*innen – sondern Menschen, die wissen, was zu tun ist und sofort handeln.

Ein herzliches Dankeschön an Die Helfer Wiens, die Berufsfeuerwehr Wien, alle beteiligten Organisationen, unsere engagierten PULS-Mitarbeiter*innen und ehrenamtlichen Helfer*innen sowie natürlich an alle Besucher*innen, die bei uns trainiert haben.

Gemeinsam machen wir Wien Schritt für Schritt HERZsicherer.

RUFEN – DRÜCKEN – SCHOCKEN.

Fotos: ©Verein PULS

https://www.puls.at/wp-content/uploads/2026/09/FF-Fest_2026_1920x696.jpg 696 1920 PULS https://www.puls.at/wp-content/uploads/2020/04/Puls_Logo_340x156.png PULS2026-09-16 15:15:532026-09-21 15:13:25RUFEN – DRÜCKEN – SCHOCKEN beim 36. Wiener Feuerwehrfest
Defi_Sommergewinnspiel 1920x696

Das PULS-Sommer-Gewinnspiel ist entschieden

15. September 2026/von PULS

Den ganzen Sommer über hieß es: Augen auf und Defi entdecken! Zahlreiche Teilnehmer*innen haben bei unserem Sommer-Gewinnspiel mitgemacht und uns ihre Defi-Fotos von öffentlich zugänglichen Defibrillatoren geschickt.

Die Entscheidung fiel uns aufgrund der zahlreichen Einsendungen und interessanten Fotos nicht leicht! Nun stehen die drei Gewinner*innenfotos fest! Wir gratulieren den Gewinner*innen ganz herzlich und bedanken uns bei allen, die mitgemacht haben. Denn jedes entdeckte und sichtbare AED-Gerät trägt dazu bei, das Bewusstsein für Defibrillatoren im öffentlichen Raum zu stärken.

Danke fürs Hinschauen, Fotografieren und Mitmachen!

RUFEN – DRÜCKEN – SCHOCKEN

24/7-Defi in Sarnico beim Lake Iseo, Italien
Blenheim Palace, England

Landhausgasse Ecke Herrengasse, 8010 Graz
https://www.puls.at/wp-content/uploads/2026/09/Defi_Sommergewinnspiel.png 755 2084 PULS https://www.puls.at/wp-content/uploads/2020/04/Puls_Logo_340x156.png PULS2026-09-15 13:13:372026-09-30 12:21:49Das PULS-Sommer-Gewinnspiel ist entschieden
Besuch_StRin_Hanel-Torsch_1920x696

PULS im Gespräch mit Wohnbaustadträtin Mag.a Elke Hanel-Torsch

24. August 2026/von PULS

Wie kann Wien auch im Wohnbau noch HERZsicherer werden? Diese Frage stand im Mittelpunkt eines Gesprächs von PULS mit Wohnbaustadträtin Mag.a Elke Hanel-Torsch. Für PULS nahmen Prof. Harry Kopietz, apl. Prof. Priv.-Doz. DDr. Sebastian Schnaubelt-Merrelaar und Herbert Willer an dem Austausch teil.

Ein zentrales Anliegen von PULS ist es, Defibrillatoren dort verfügbar zu machen, wo sich ein großer Teil der plötzlichen Herzstillstände ereignet: im unmittelbaren Wohnumfeld. Studien zeigen, dass die Überlebenschancen bei prähospitalen Herzstillständen in Wohngebieten geringer sind und ein rasch verfügbarer automatisierter externer Defibrillator (AED) den lebensrettenden Schock deutlich früher ermöglichen kann.

Unter dem Titel „HERZsicheres Wohnen in Wien“ präsentierte PULS daher die Idee eines verbindlichen AED-Mindeststandards für größere Wohnhausanlagen. Konkret schlägt PULS für Anlagen ab 50 Wohnungen zumindest einen 24/7 frei zugänglichen Defibrillator vor. In weitläufigeren Anlagen sollen die Standorte so geplant werden, dass der Abstand zwischen den Geräten höchstens 300 Meter beträgt. Ebenso wichtig sind für PULS eine gut sichtbare Platzierung, die Registrierung im Defi-Netzwerk sowie klar geregelte Wartung und Verantwortung.

Ein Defibrillator allein reicht jedoch nicht. Ein wesentlicher Bestandteil des Konzepts sind regelmäßige Reanimationstrainings für Bewohner*innen, Hausbetreuung und Wohnpartner*innen, bei denen Herzdruckmassage und AED-Anwendung praktisch geübt werden.

Wien verfügt im Bereich des Wohnens über mehrere Möglichkeiten, entsprechende Standards voranzutreiben – etwa über Wiener Wohnen, die Wohnbauförderung, Bauträgerwettbewerbe und Qualitätskriterien. Auch eine mögliche Verankerung in der Wiener Bauordnung soll geprüft werden.

Erfreulich ist, dass der Austausch fortgesetzt wird: Bereits Ende Oktober ist ein erstes vertiefendes Gespräch mit den zuständigen Stellen vorgesehen. Dabei soll das Thema „HERZsicheres Wohnen in Wien“ zunächst gemeinsam genauer beleuchtet, fachlich eingeordnet und ausgelotet werden, welche Möglichkeiten und Ansatzpunkte für die weitere Beschäftigung mit dem Thema bestehen.

Für PULS ist dies ein wichtiger erster Schritt, um das Thema der raschen Verfügbarkeit von Defibrillatoren im Wohnumfeld stärker in den Fokus zu rücken und gemeinsam mit den relevanten Stellen weiterzudenken.

Unser Ziel ist klar: Lebensrettende Hilfe soll auch dort schnell verfügbar sein, wo die Menschen leben. Denn im Ernstfall zählt jede Minute: RUFEN – DRÜCKEN – SCHOCKEN.

https://www.puls.at/wp-content/uploads/2026/08/Besuch_StRin_Hanel-Torsch_1920x696.jpg 696 1920 PULS https://www.puls.at/wp-content/uploads/2020/04/Puls_Logo_340x156.png PULS2026-08-24 12:32:062026-08-27 09:54:57PULS im Gespräch mit Wohnbaustadträtin Mag.a Elke Hanel-Torsch
ORF_1920x696© Roland Ferrigato TV-Media

PULS im ORF: Herzdruckmassage bei Frauen – keine Scheu im Notfall!

20. August 2026/von PULS

Im August war PULS in der ORF-Sendung „Studio 2“ zu Gast. Im Mittelpunkt stand ein Thema, das im Ernstfall über Leben und Tod entscheiden kann: Warum werden Frauen bei einem Herz-Kreislauf-Stillstand noch immer seltener wiederbelebt – und wie können wir diese Hemmschwelle überwinden?

Gemeinsam mit PULS wurde im Studio ganz praktisch gezeigt, was zu tun ist. Die wichtigste Botschaft dabei: Die Wiederbelebung einer Frau funktioniert genauso wie die eines Mannes. Unsicherheit beim Berühren oder Entkleiden darf niemanden davon abhalten, sofort mit der Herzdruckmassage zu beginnen. Bei einem Herz-Kreislauf-Stillstand zählt jede Sekunde – Nichtstun ist das größte Risiko.

Mit realitätsnahen Trainingsmodellen und gezielter Aufklärung setzt sich PULS dafür ein, Berührungsängste abzubauen und Menschen Sicherheit für den Ernstfall zu geben. Dass der ORF diesem wichtigen Thema breiten Raum gibt, hilft uns dabei, die Botschaft noch mehr Menschen näherzubringen: Wer sofort handelt, kann ein Leben retten.

RUFEN – DRÜCKEN – SCHOCKEN

Hier geht´s zum Video

https://www.puls.at/wp-content/uploads/2026/08/ORF_1920x696.jpg 696 1920 PULS https://www.puls.at/wp-content/uploads/2020/04/Puls_Logo_340x156.png PULS2026-08-20 10:00:102026-08-27 13:50:00PULS im ORF: Herzdruckmassage bei Frauen – keine Scheu im Notfall!

Leben retten beim Atzgersdorfer Kinderfest

10. August 2026/von PULS

Spiel, Musik, Kreativität – und ganz viel HERZ: Beim Kinderfest des Kultursommer Wien im Stadtpark Atzgersdorf war PULS am 8. August 2026 mit einer Reanimationsstation mitten im bunten Familienprogramm dabei.

Zwischen Improtheater, Kinder-Hip-Hop und zahlreichen Mitmachstationen konnten Kinder, Jugendliche und Erwachsene beim PULS Stand selbst ausprobieren, wie einfach lebensrettende Erste Hilfe sein kann. Im Mittelpunkt stand dabei unsere Botschaft: Rufen – Drücken – Schocken.

Bei kostenlosen Kurztrainings zeigten unsere Trainer*innen praxisnah, wie eine Herzdruckmassage funktioniert und wie ein Defibrillator (AED) eingesetzt wird. Dabei konnten die Besucher nicht nur zuschauen, sondern vor allem selbst Hand anlegen und erleben: Im Notfall braucht es keine komplizierten Abläufe – sondern Menschen, die wissen, was zu tun ist, und den Mut haben, sofort zu handeln.

Gerade Veranstaltungen wie das Atzgersdorfer Kinderfest bieten eine wunderbare Gelegenheit, lebensrettendes Wissen ganz selbstverständlich in den Alltag zu bringen. Denn Wiederbelebung geht uns alle an – unabhängig vom Alter.

Je früher wir lernen, im Ernstfall beherzt zu handeln, desto HERZsicherer wird Wien.

Ein herzliches Dankeschön an den Kultursommer Wien und alle Besucher*innen, die bei unserer Reanimationsstation mitgemacht haben!

© Verein PULS

https://www.puls.at/wp-content/uploads/2026/08/Kinderfest_1920x696.jpg 695 1918 PULS https://www.puls.at/wp-content/uploads/2020/04/Puls_Logo_340x156.png PULS2026-08-10 12:12:002026-08-26 08:37:13Leben retten beim Atzgersdorfer Kinderfest
BM_Schuman_1920x696© Sozialministerium

Gemeinsam für ein HERZsicheres Österreich

4. August 2026/von PULS

Ein wichtiges Gespräch für mehr Sicherheit im Ernstfall: PULS-Präsident Harry Kopietz, der geschäftsführende Präsident Sebastian Schnaubelt-Merrelaar und Geschäftsführer Herbert Willer trafen Bundesministerin Korinna Schumann und eine Mitarbeiterin ihres Kabinetts. Im Mittelpunkt stand die PULS-Initiative „HERZsicheres Österreich“: Defibrillatoren und verbindliche Wiederbelebungsstandards sollen überall dort selbstverständlich werden, wo viele Menschen arbeiten, trainieren und ihre Freizeit verbringen.

PULS fordert einen verpflichtenden Defibrillator in Betrieben ab 50 Mitarbeiter*innen sowie regelmäßige praktische BLS- und AED-Schulungen für betriebliche Ersthelfer*innen. Auch Sportstätten und Fitnessstudios sollen flächendeckend mit Defibrillatoren ausgestattet werden. Für Trainer*innen braucht es einheitliche Ausbildungsstandards und regelmäßige Auffrischungen in Wiederbelebung und Defibrillation.

Das Gespräch brachte einen wichtigen konkreten Schritt: Bundesministerin Schumann kündigte die Einrichtung einer Arbeitsgruppe mit Vertreter*innen ihres Ressorts, der Arbeitsmedizin, von Großbetrieben und PULS an. Auch die Forderungen für Sportstätten sollen weiter abgestimmt werden. Darüber hinaus wird ein Kontakt zur Österreichischen Apothekerkammer hergestellt.

Bundesministerin Schumann würdigte die langjährige Arbeit von PULS und dankte allen, die sich „mit Wissen, Einsatz und Leidenschaft dafür einsetzen, Leben zu retten“. PULS freut sich über diese Anerkennung und wird seine Erfahrung und fachliche Expertise aktiv in den weiteren Prozess einbringen. Denn wenn bei einem Herzstillstand jede Minute zählt, müssen rasches Handeln, ein erreichbarer Defibrillator und gut geschulte Helfer*innen überall zur Selbstverständlichkeit werden.

https://www.puls.at/wp-content/uploads/2026/08/BM_Schuman_1920x696-scaled.jpg 928 2560 PULS https://www.puls.at/wp-content/uploads/2020/04/Puls_Logo_340x156.png PULS2026-08-04 10:10:092026-08-06 10:50:30Gemeinsam für ein HERZsicheres Österreich
Reanimation_Frauen_1920x696© Verein PULS

Frauen werden seltener reanimiert: PULS tritt gefährlichen Berührungsängsten entgegen.

20. Juli 2026/von PULS

Ein Informationsvideo des Verein PULS zur Wiederbelebung von Frauen hat auf Instagram und Facebook knapp zwei Millionen Aufrufe erzielt. Das Video zeigt anhand einer Reanimationspuppe mit weiblicher Brust, dass die Wiederbelebung bei Frauen nach denselben Grundsätzen erfolgt wie bei Männern. Kleidung und BH werden bei Bedarf so weit entfernt, wie es für die Durchführung der Wiederbelebung und den Einsatz eines Defibrillators notwendig ist.

Neben großer Zustimmung löste das Video auch eine intensive Diskussion, weit über die Ländergrenzen hinaus, aus. Zahlreiche Nutzer*innen äußerten die Befürchtung, bei der Wiederbelebung einer Frau wegen sexueller Belästigung angezeigt werden zu können. Manche Kommentare gingen sogar so weit, aus diesem Grund grundsätzlich von einer Hilfeleistung bei Frauen abzusehen.
Für PULS ist klar: Solche Ängste gefährden Menschenleben.

Der Verein PULS bat deshalb die Juristin Frau Profin. Drin. Barbara Auracher-Jäger vor die Kamera, um die österreichische Rechtslage verständlich darzulegen.
Darin wird klargestellt, dass es mit Sicherheit nicht strafbar ist, einer Frau zum ausschließlichen Zweck sie wiederzubeleben, auf die Brüste zu greifen. Denn das hat mit einer sexualisierten Handlung nichts zu tun. Für eine strafrechtliche Relevanz wegen sexueller Belästigung ist der Wille zur Verletzung der Würde erforderlich. Bei einer Wiederbelebung, auch wenn im Zuge dessen der BH entfernt wird oder die Brüste berührt werden, dient jede notwendige Handlung ausschließlich der Lebensrettung. Selbst wenn jemand dennoch meint in seiner Würde verletzt worden zu sein, steht das Rechtsgut „Lebenserhaltende Maßnahme“ immer darüber – sie ist das höchste Rechtsgut.

„Wer einen Menschen reanimiert, versucht ein Leben zu retten. Die Vorstellung, dafür wegen sexueller Belästigung belangt zu werden, sorgt für Verunsicherung und kann Menschen davon abhalten, überhaupt zu helfen. Genau diese Hemmschwelle müssen wir beseitigen. Das neue Aufklärungsvideo wird über sämtliche Kanäle von PULS verbreitet. Medien, Organisationen und Multiplikator*innen sind eingeladen, das Video zu teilen und damit zur Beseitigung gefährlicher Hemmschwellen beizutragen.“, erklärt Harry Kopietz, Präsident des Verein PULS.
 
„Die zahlreichen Kommentare unter dem Video haben gezeigt, wie dringend eine klare rechtliche Einordnung notwendig ist. Frauen dürfen bei einem Herzstillstand keine schlechteren Überlebenschancen haben, weil Ersthelfer*innen aus Angst vor rechtlichen Konsequenzen zögern. Als Juristin ist es mir daher wichtig, gemeinsam mit PULS klarzustellen: Maßnahmen, die im Rahmen einer Wiederbelebung notwendig sind, stellen keine sexuelle Belästigung dar. Im Ernstfall muss die Rettung eines Menschenlebens im Vordergrund stehen – nicht die Angst vor einer vermeintlichen Anzeige.“, so Profin. Drin. Barbara Auracher-Jäger.
 
Frauen werden bei einem plötzlichen Herzstillstand nach wie vor seltener von Ersthelfer*innen reanimiert als Männer. Mögliche Ursachen sind Berührungsängste, Unsicherheit beim Freimachen des Brustkorbs sowie die Sorge, unangemessen zu handeln. Aber auch die Angst, die Frau zu verletzen schwingt mit. Das neue Aufklärungsvideo legt daher auch diesbezüglich dar, dass sonstige Verletzungen der Person im Zuge von Reanimationsmaßnahmen nicht strafrechtlich relevant und verfolgbar sind.
 
Der sofortige Beginn der Wiederbelebung ist entscheidend für die Überlebenschance. PULS appelliert daher an die Bevölkerung, sich im Notfall nicht von unbegründeten rechtlichen Ängsten abhalten zu lassen. Bei einem reglosen Menschen ohne normale Atmung gilt unabhängig vom Geschlecht:

Notruf 144 wählen, sofort mit der Herzdruckmassage beginnen und einen Defibrillator einsetzen.
RUFEN – DRÜCKEN – SCHOCKEN

https://www.puls.at/wp-content/uploads/2026/07/Reanimation_Frauen_1920x696.jpg 696 1920 PULS https://www.puls.at/wp-content/uploads/2020/04/Puls_Logo_340x156.png PULS2026-07-20 13:16:222026-07-21 16:46:18Frauen werden seltener reanimiert: PULS tritt gefährlichen Berührungsängsten entgegen.
© Verein PULS

PULS am Donauinselfest 2026

7. Juli 2026/von PULS

Wenn sich die Donauinsel in Europas größte Open-Air-Bühne verwandelt, dann ist das auch für PULS ein besonderer Ort der Begegnung. Beim Donauinselfest 2026 nutzten zahlreiche Besucher*innen die Gelegenheit am PULS-Stand selbst aktiv zu werden und die wichtigsten Schritte der Wiederbelebung praktisch zu üben.

Auf der „Sicheres Wien-Insel“ zeigte das PULS-Team wie einfach und gleichzeitig entscheidend rasches Handeln im Notfall sein kann: Notruf wählen, kräftig drücken und – wenn vorhanden – einen Defibrillator einsetzen. Gerade bei einer Großveranstaltung wie dem Donauinselfest wird sichtbar, wie wichtig es ist, dass möglichst viele Menschen wissen, was bei einem plötzlichen Herzstillstand zu tun ist.

Mit viel Interesse, Neugier und Einsatzbereitschaft wurde gedrückt, gefragt und ausprobiert. Jede einzelne Person, die sich traut zu helfen, kann im Ernstfall den entscheidenden Unterschied machen. Genau dafür steht PULS: lebensrettendes Wissen verständlich vermitteln, Hemmschwellen abbauen und Menschen ermutigen, im richtigen Moment nicht wegzusehen.

Ein HERZliches Dankeschön gilt den knapp 500 Besucher*innen für ihr großes Interesse, unserem engagierten PULS-Team für den starken Einsatz und den Veranstalter*innen der „Sicheres Wien-Insel“ für die wertvolle Zusammenarbeit.
Die Botschaft bleibt klar: RUFEN – DRÜCKEN – SCHOCKEN rettet Leben.

Wir freuen uns schon jetzt auf das Donauinselfest 2027 – und auf viele weitere motivierte Lebensretter*innen!

Fotos: ©Verein PULS

https://www.puls.at/wp-content/uploads/2026/07/Doanuinsel_2026_1920x696.jpg 696 1920 PULS https://www.puls.at/wp-content/uploads/2020/04/Puls_Logo_340x156.png PULS2026-07-07 13:13:032026-07-21 12:55:18PULS am Donauinselfest 2026
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