Wahlfach für’s Herz

Lernen durch Lehren von lebensrettenden Sofortmaßnahmen

Dein Einsatz rettet Leben!

Alle 45 Minuten stirbt in Österreich ein Mensch am plötzlichen Herztod. Nur gemeinsam können wir das ändern! Werde auch du Teil einer Bewegung zur  Bekämpfung des plötzlichen Herztodes und rette Leben.

Im Wahlfach „Lernen durch Lehren von lebensrettenden Sofortmaßnahmen“ der Medizinischen Universität Wien werden MedizinstudentInnen theoretisch und praktisch auf den Unterricht von lebensrettenden Sofortmaßnahmen zum Beispiel an Schulen, in der Öffentlichkeit und bei „First Respondern“ vorbereitet.

Im verpflichtenden anschließenden Praktikum wird dieses erworbene Wissen gemäß dem Motto „Just do it! – Yes we can! – Staying alive!“ der Bevölkerung weiter gegeben.

Organisatorische Fragen zu den Puls-Projektgruppen an:

Ivana Kutschera
Veranstaltungsorganisation Puls

Telefon: +43 1 99 77 259
E-Mail: kutschera@puls.at

Projekt Schule: „Ich kann Leben retten!“

Im Rahmen des von der Stadt Wien unterstützten Schulprojektes werden alle SchülerInnen der dritten und sechsten Schulstufe in Wien – insgesamt 30.000 Mädchen und Buben pro Jahr – in Wiederbelebung geschult. Denn es ist nie zu früh, mit dem Helfen anzufangen.

Die Lernziele der beiden im Lehrplan verankerten „Wiederbelebungs-Unterrichtsstunden“ sind Kompetenzen im Erkennen des Kreislaufstillstandes, in der Alarmierung des Rettungsdienstes und dem Einsatz eins Defis.

Die Inhalte sind altersgemäß aufbereitet: den Kindern werden selbstbewusstes Handeln im Notfall vermittelt und mögliche Ängste vor der Situation genommen.
Neben den fix vorgegebenen Schulungen in den Projektschulen gibt es auch die Möglichkeit, dass du in einer von dir selbst gewählten Schule unterrichtest.

Ao.Univ.-Prof. Dr.med.univ. Fritz Sterz

Associate Professor, Internal Medicine
Department of Emergency Medicine
Medical University of Vienna

Phone: +43 (0)1 40400 – 19640
E-Mail: fritz.sterz@meduniwien.ac.at

Dr. David Weidenauer

Kardiologie/Notfallmedizin

E-Mail: david.weidenauer@meduniwien.ac.at

Dr. Markus Winnisch, MSc.

Unfallchirurgie, Orthopädie

E-Mail: markus.winnisch@meduniwien.ac.at

Projekt Polizei „First Responder“

Durch diese Initiative wurden Defis in Polizeiinspektionen sowie Polizeiautos installiert, um die ExekutivbeamtInnen an zentraler Stelle in den Kampf gegen den
plötzlichen Herztod einzubinden. Die Zahl der lebensrettenden Geräte bei der Wiener Polizei beträgt inzwischen über 200, die Polizei in Burgenland verfügt über 60 AEDs.

Das Prinzip ist ganz einfach: bei entsprechenden Notrufen, die in der Rettungszentrale eingehen, wird nun neben den Rettungskräften auch die Polizei verständigt. Wenn die PolizeibeamtInnen vor der Rettung vor Ort eintreffen, können sie so bereits effizient helfen.

Durch dieses zukunftsweisende Projekt konnte die Überlebensrate bei plötzlichem Herztod signifikant erhöht werden. Im Rahmen des Wahlfaches werden mehr als
1.000 PolizistInnen pro Jahr in Wiederbelebung und AEDAnwendung trainiert.

Projekt „Awareness-Bildung in der Öffentlichkeit“

Bei leblosen PatientInnen nehmen die Überlebenswahrscheinlichkeit pro Minute um etwa zehn Prozent ab. Die rasche Hilfe durch Laien, noch bevor die Rettung oder Polizei eintrifft, ist somit oft die einzige Möglichkeit, einen Menschen wieder ins Leben zurückzuholen.

Schon durch wenige Handgriffe können Zeugen des Notfalls effizient Hilfe leisten. Doch nur wenige trauen sich auch einzugreifen. Hauptgrund für die unterlassene Hilfeleistung ist in erster Linie die Angst vor Fehlern und Unwissenheit, genau diese Angst können wir den Menschen nehmen.

Durch deine Mithilfe bei öffentlichen Schulungen oder Aufklärungsarbeit bei Groß-Events (z.B. Donauinselfest, Wiener Feuerwehrfest etc.) leistest du einen Beitrag dazu, die Ersthelferrate langfristig zu erhöhen und so die Überlebensraten drastisch zu steigern!

Dr. Mario Krammel

Anästhesie, Intensiv- und Notfallmedizin

E-Mail: mario.krammel@meduniwien.ac.at