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Archiv für die Kategorie: Publikationen

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Inzidenzen und Überleben von Herz-Kreislaufstillstand in öffentlichen Wohnanlagen von drei Europäischen Hauptstädten

1. Juli 2024/von Christoph Veigl

Incidence and Survival of Out-of-Hospital Cardiac Arrest in Public Housing Areas in 3 European Capitals

Diese von drei PULS-Mitarbeitern mitverfasste Studie beleuchtet Herz-Kreislaufstillstände an Orten wie beispielsweise Gemeindebauten. Neben Amsterdam und Kopenhagen wurden die entsprechenden Einsatzzahlen auch in Wien evaluiert, wo ca. 32% aller Fälle im Beobachtungszeitraum im sogenannten „public housing“ auftraten. Ein Vergleich mit anderen Stadtarealen zeigte hier eine niedrigere Wahrscheinlichkeit einen Kreislaufstillstand zu überleben, weshalb spezielle Programme zur Verbesserung dieser Situation angezeigt erscheinen. PULS setzt sich hier etwa für öffentliche Defibrillatoren in Gemeindebauten ein.

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Image by 光 东 from Pixabay

https://www.puls.at/wp-content/uploads/2025/03/buildings-5382929_1280_1.jpg 580 1599 Christoph Veigl https://www.puls.at/wp-content/uploads/2020/04/Puls_Logo_340x156.png Christoph Veigl2024-07-01 11:30:282025-03-18 12:41:43Inzidenzen und Überleben von Herz-Kreislaufstillstand in öffentlichen Wohnanlagen von drei Europäischen Hauptstädten

Effektivität von zweiköpfigen Rettungsteams bei erweiterten Reanimationsmaßnahmen: Eine Übersichtsarbeit

1. Juli 2024/von Christoph Veigl

Efficiency of two-member crews in delivering prehospital advanced life support cardiopulmonary resuscitation: A scoping review

In dieser kürzlich veröffentlichten Übersichtsarbeit beschäftigt sich ein internationales AutorInnen-Team (unter anderem von PULS) mit der bisherigen Evidenz, Daten und auch Wissenslücken bei der Anwendung von erweiterten Reanimationsmaßnahmen von zweiköpfigen Rettungsteams beim außerklinischen Kreislaufstillstand.

Obwohol es an umfassenden Daten zur Anpassung des empfohlenen Algorithmus für erweiterte Reanimationsmaßnahmen bei zweiköpfigen Rettungsteams mangelt, konnten einige potentielle spezifische Änderungen identifiziert werden. Die Anpassungen des universellen Reanimationsalgorithmus für zweiköpfigen Rettungsteams zielen auf den Einsatz von mechanischen Brustkorbkompressionsgeräten, vorgefüllten Medikamentenspritzen und automatisierten Protokollen ab, und es konnten Hinweise gefunden werden, dass diese die Performance der zweiköpfigen Teams verbessern können. Diese Erkenntnisse wurden jedoch zum größten Teil aus Simulationsstudien gewonnen und unterstreichen den Bedarf von weiteren umfassenderen Untersuchungen in diesem Gebiet.

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Foto von Michel E auf Unsplash

https://www.puls.at/wp-content/uploads/2025/03/michel-e-fSO8pdTu8Pk-unsplash-scaled_1.jpg 694 1914 Christoph Veigl https://www.puls.at/wp-content/uploads/2020/04/Puls_Logo_340x156.png Christoph Veigl2024-07-01 11:26:362025-03-18 12:46:02Effektivität von zweiköpfigen Rettungsteams bei erweiterten Reanimationsmaßnahmen: Eine Übersichtsarbeit

Laienreanimationstraining in Österreich: Eine Übersicht und Annäherung

6. Februar 2024/von Christoph Veigl

Das frühzeitige Eingreifen von Laien bei einem Herzstillstand verbessert die Überlebenswahrscheinlichkeit und das neurologische Outcome erheblich. In Österreich gibt es einige Organisationen und Initiativen, die durch Reanimationsschulungen für Laien einerseits- und Awarenessbildung für den plötzlichen Herztod andererseits versuchen, die aktuell niedrige Überlebenswahrscheinlichkeit des plötzlichen Herztodes zu steigern.

Gemeinsam mit dem Österreichischen Rat für Wiederbelebung (ARC; www.wiederbelebung.at) konnte PULS nun in dieser Fragebogenstudie erstmalig ein Überblick über die verschiedenen entsprechenden Organisationen in Österreich gegeben. Es wurde ein starkes Stadt-Land-Gefälle bei der Verteilung der Initiativen gezeigt; dies führt zu einer unterschiedlichen Erreichbarkeit von Personen im ländlichen und urbanen Raum. Eine weitere wichtige Erkenntnis der Studie ist, dass das Laienreanimationstraining in Österreich größtenteils von ehrenamtlichem Engagement abhängig ist. In Bezug auf organisationsübergreifende Zusammenarbeit wird PULS als Vorzeigeprojekt angeführt.

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https://www.puls.at/wp-content/uploads/2024/02/Infographic.jpg 1434 2550 Christoph Veigl https://www.puls.at/wp-content/uploads/2020/04/Puls_Logo_340x156.png Christoph Veigl2024-02-06 06:51:542024-02-08 13:39:40Laienreanimationstraining in Österreich: Eine Übersicht und Annäherung

Live-Übertragung des Point-of-Care-Ultraschalls während einer präklinischen Reanimation – eine Machbarkeitsstudie

9. Januar 2024/von Christoph Veigl

Live stream of prehospital point-of-care ultrasound during cardiopulmonary resuscitation – A feasibility trial

In einer kürzlich veröffentlichten Studie wurden die Herausforderungen in der präklinischen Forschung beschrieben und verschiedene Konzepte, welche bereits in Wien umgesetzt wurden, vorgestellt. Ein Teil des Autoren-Teams ist bei PULS tätig.

Diese Studie untersuchte die Durchführbarkeit der Verwendung einer Live-Übertragung von Ultraschallbildern während einer präklinischen Reanimation. Durch die Unterstützung der Telemedizin können erfahrene KollegInnen, welche sich zentral an einem anderen Ort befinden, bei der Auswertung der Ultraschallbilder helfen. Ein Teil des AutorInnen-Teams aus Wien engagiert sich bei PULS. Das primäre Ziel dieser Studie war die Auswertung, ob der Ultraschall mit telemedizinischer Unterstützung sicher in den Reanimationsalgorithmus integriert werden kann, und die Analyse der „hands-off-Zeit“ (= Pause in der keine Herzdruckmassage durchgeführt wird) vor, während, und nach der Ultraschalluntersuchung. Es konnte demonstriert werden, dass die Durchführung des Ultraschalls während der Rhythmusanalyse sicher möglich ist und dadurch keine zusätzlichen Pausen der Herzdruckmassage entstehen.

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Foto von Michel E auf Unsplash

https://www.puls.at/wp-content/uploads/2025/03/michel-e-fSO8pdTu8Pk-unsplash-scaled_1.jpg 694 1914 Christoph Veigl https://www.puls.at/wp-content/uploads/2020/04/Puls_Logo_340x156.png Christoph Veigl2024-01-09 19:56:092025-03-18 12:47:38Live-Übertragung des Point-of-Care-Ultraschalls während einer präklinischen Reanimation – eine Machbarkeitsstudie
glenn-carstens-peters-npxXWgQ33ZQ-unsplash-scaled_1

Einheitliche Angabe von Daten in der Forschung bei First-Responder-Systemen, Handy-Alarmierungen von First-Respondern und Defi-Netzwerken

9. Januar 2024/von Christoph Veigl

Reporting standard for describing first responder systems, smartphone alerting systems, and AED networks

In dieser kürzlich veröffentlichten Publikation wurde eine Übersicht bzw. ein Vorschlag zu jenen Daten vorgestellt, welche in der Beforschung von First-Responder-Systemen zur Behandlung von außerklinischen Kreislaufstillständen angegeben werden sollten. Dieses Konsensus-Statement wurde durch ein AutorInnen-Team aus 13 Ländern weltweit erstellt –  ein Teil davon von PULS .

Vor mehr als 30 Jahren wurde durch den „Utstein-Style“ ein Mindestmaß an Angaben vorgestellt, welche in der Forschung rund um die Reanimation ausgewertet werden sollten. Diese wurden zuletzt 2015 aktualisiert, beschäftigten sich jedoch noch nicht mit First-Responder-Systemen. Daher wurden nun von internationalen ExpertInnen Datenpunkte vorgeschlagen, die in der First-Responder-Forschung angegeben werden sollten. Die AutorInnen konnten sich in einem mehrstufigen Diskussionsprozess auf 68 Kernelemente und 21 weitere Elemente in den folgenden fünf Kategorien einigen: First-Responder-Systeme, Alarmierung von First-Respondern, Technologie & Algorithmus, Datensammlung, und Defibrillatoren.

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Foto von Glenn Carstens-Peters auf Unsplash

https://www.puls.at/wp-content/uploads/2025/03/glenn-carstens-peters-npxXWgQ33ZQ-unsplash-scaled_1.jpg 696 1920 Christoph Veigl https://www.puls.at/wp-content/uploads/2020/04/Puls_Logo_340x156.png Christoph Veigl2024-01-09 19:46:052025-03-18 12:49:26Einheitliche Angabe von Daten in der Forschung bei First-Responder-Systemen, Handy-Alarmierungen von First-Respondern und Defi-Netzwerken
1920 x 696Foto von camilo jimenez auf Unsplash

Forschung in der Präklinik durch zusätzliche Teams vor Ort – verschiedene Konzepte und Lernpunkte

24. November 2023/von Christoph Veigl

Prehospital emergency medicine research by additional teams on scene – Concepts and lessons learned

In einer kürzlich veröffentlichten Studie wurden die Herausforderungen in der präklinischen Forschung beschrieben und verschiedene Konzepte, welche bereits in Wien umgesetzt wurden, vorgestellt. Ein Teil des Autoren-Teams ist bei PULS tätig.

Obwohl die initiale Versorgung eines Notfallpatienten einen erheblichen Einfluss auf die Prognose hat, wird der präklinischen Forschung aufgrund verschiedener Schwierigkeiten oft nur unzureichende Aufmerksamkeit gewidmet. Ein Problem bei der Betrachtung von retrospektiven Daten ist, dass sie das Risiko bergen, unvollständig zu sein. Daher werden vom Studienteam prospektive Konzepte vorgestellt, bei denen zusätzliche Teams direkt an der Einsatzstelle bei Notrufen eingesetzt werden, beispielsweise speziell alarmierte Supervisor-Einheiten oder Notarzt-Studien-Fahrzeuge. Der Artikel gibt Einblicke in die Entwicklung, die aktuelle Situation und die Erfahrungen, die bei der Überwindung bestimmter Hindernisse und der Nutzung bestehender und neuer Hilfsmittel in Wien gemacht wurden. Das Ziel ist es, andere Forschungsgruppen, die noch keine entsprechenden Erfahrungen haben, bei der Planung zukünftiger Studien in der Präklinik zu unterstützen.

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Foto von camilo jimenez auf Unsplash

https://www.puls.at/wp-content/uploads/2025/03/camilo-jimenez-vGu08RYjO-s-unsplash-scaled_1.jpg 695 1917 Christoph Veigl https://www.puls.at/wp-content/uploads/2020/04/Puls_Logo_340x156.png Christoph Veigl2023-11-24 12:39:382025-03-18 12:29:07Forschung in der Präklinik durch zusätzliche Teams vor Ort – verschiedene Konzepte und Lernpunkte

Aus den Augen – aus dem Sinn? Die Notwendigkeit eines professionalen und standardisierten First-Responder Unterstützungssystems

3. November 2023/von Christoph Veigl

Out of sight – Out of mind? The need for a professional and standardized peri-mission first responder support model

First-Responder sind ein wesentlicher Bestandteil der Überlebenskette, da sie die Zeit bis zum Start der Herzdruckmassage und Defibrillation erheblich verkürzen können. Der Einsatz von First Respondern bei einem außerklinischen Herz-Kreislaufstillstand, um die Zeit bis zum Eintreffen des professionellen Rettungsdiensts zu überbrücken, wird von den internationalen Leitlinien empfohlen, und der positive Effekt auf die Überlebenswahrscheinlichkeit konnte bereits in vielen Studien gezeigt werden. In der Phase zwischen den Einsätzen besteht jedoch die Gefahr, dass auf diese First-Responder „vergessen“-, und ihr Engagement als selbstverständlich angesehen wird. Zusätzlich müssen auch die möglichen psychologischen Auswirkungen der Einsätze auf First-Respondern bedacht werden.

Daher hat das Studienteam unter Führung von PULS-Mitgliedern in diesem Artikel mehrere Verbesserungen und Ansatzpunkte für das „Wohlbefinden“ der First Responder vorgeschlagen, um zu verhindern, dass diese aufgrund psychologischer Probleme oder mangelnder Motivation aus dem System ausscheiden. Es wird ein standardisiertes Unterstützungssystem für Ersthelfer (first responder support system (FRSS)) vorgestellt, das sicherstellen soll, dass Ersthelfer auf ihre psychologische Gesundheit achten können und die Motivation durch Wertschätzung aufrecht gehalten wird. Dieses mehrstufige Programm sollte eine maßgeschneiderte medizinische Ausbildung für die First Responder und eine standardisierte Nachbesprechung umfassen, sowie den aktiven Kontakt nach ihren Einsätzen suchen, um die möglicherweise benötigte professionelle psychologische Unterstützung zu erleichtern.

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Foto von Pixabay

https://www.puls.at/wp-content/uploads/2025/03/pexels-pixabay-42230-scaled_1.jpg 694 1914 Christoph Veigl https://www.puls.at/wp-content/uploads/2020/04/Puls_Logo_340x156.png Christoph Veigl2023-11-03 16:53:082025-03-18 12:54:47Aus den Augen – aus dem Sinn? Die Notwendigkeit eines professionalen und standardisierten First-Responder Unterstützungssystems

Außerklinischer Herz-Kreislaufstillstand in der Öffentlichkeit in Wohngebieten

3. November 2023/von Christoph Veigl

Public Out-of-Hospital Cardiac Arrest in Residential Neighborhoods

In einer internationalen Zusammenarbeit zwischen u.a. österreichischen und dänischen WissenschaftlerInnen (teils von PULS) wurden die Charakteristika von außerklinischen Herz-Kreislauf-Stillständen (Out-of-Hospital Cardiac Arrest (OHCA)) in Wohngebieten analysiert. Im Gegensatz zu belebten öffentlichen Plätzen gibt es in Wohngebieten weniger direkt zugängliche automatische externe Defibrillatoren (AED) und weniger geschultes Personal vor Ort, was die Möglichkeiten einer frühzeitigen Wiederbelebung durch Umstehende einschränkt.  Dafür wurden Kreislaufstillstände in Wohngebieten mit jenen an anderen öffentlichen Gegenden wie Einkaufszentren, Flughäfen, und belebten öffentliche Plätzen verglichen.  Öffentliche OHCAs aus Wien (2018-2021) und Kopenhagen (2016-2020) wurden in Wohngebiet und Nicht-Wohngebiet eingeteilt und die Laien-Reanimationsrate, das Anbringen eines AEDs, die tatsächliche Schockabgabe, und die 30-Tage-Überlebensrate in den beiden Gruppen verglichen.

Insgesamt konnten so 1.083 OHCAs in Wohngebieten und 623 in Nicht-Wohngebieten analysiert werden. Zwei Drittel der öffentlichen OHCAs (63,5%) ereigneten sich in Wohngebieten, es wurden dort weniger Wiederbelebungsmaßnahmen vor dem Eintreffen des Rettungsdienstes durchgeführt (76% vs. 84%), weniger AEDs angebracht (31% vs. 44%) und die Zahl an tatsächlichen Schockabgaben war geringer (15% vs. 27%).

Zusätzlich zeigte sich eine geringere 30-Tage-Überlebensrate in Wohngebieten als in Nicht-Wohngebieten (25% vs. 36%).

Insgesamt schlussfolgern die AutorInnen deshalb, dass gezielte Anstrengungen zur Verbesserung der frühzeitigen Laien-Reanimation und Defibrillation bei öffentlichen OHCA-PatientInnen in Wohnvierteln erforderlich sind: Öffentliche OHCAs in Wohnvierteln sind eine wichtige Untergruppe, auf die künftige Interventionen zur Verbesserung des Überlebens von OHCAs abzielen sollten. Eine Möglichkeit dafür könnte der Ausbau von First-Responder-Systemen in diesen Gebieten sein. PULS leistet hier bereits durch die Kooperation mit Wiener Wohnen (Schulungen und AED-Platzierungen in Gemeindebauten) Pionierarbeit.

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Image by 光 东 from Pixabay

https://www.puls.at/wp-content/uploads/2025/03/buildings-5382929_1280_1.jpg 580 1599 Christoph Veigl https://www.puls.at/wp-content/uploads/2020/04/Puls_Logo_340x156.png Christoph Veigl2023-11-03 16:35:342025-03-18 12:56:10Außerklinischer Herz-Kreislaufstillstand in der Öffentlichkeit in Wohngebieten

PolizistInnen erhöhen Überlebenswahrscheinlichkeit beim plötzlichen Herztod

18. Oktober 2023/von Christoph Veigl

In einer kürzlich veröffentlichten Studie im BMC Emergency Medicine konnte gezeigt werden, dass PolizistInnen die Überlebenswahrscheinlichkeit bei PatientInnen mit einem Kreislaufstillstand außerhalb des Krankenhauses signifikant steigern können. Die Studie hat den Einfluss der lokalen Polizei als First Responder auf Überlebensraten beim plötzlichen Herztod in Navarra, Spanien zwischen 2014 und 2020 untersucht. Es konnte nicht nur gezeigt werden, dass mit den Wiederbelebungsmaßnahmen im Durchschnitt ca. 5 Minuten früher begonnen wird (Polizei 6,6 Minuten vs. Rettungsdienst 11 Minuten), sondern auch, dass die Überlebenswahrscheinlichkeit deutlich höher ist. In dieser Studie beträgt die Gesamtüberlebensrate, der von der Polizei erstversorgten PatientInnen 17,8 %, und die der Rettungsdienste 13,5 %. Das bedeutet einen Anstieg der Überlebenswahrscheinlichkeit bei Ersteintreffen von der Polizei um 10,1%.

Die AutorInnen schließen daraus, dass die Schulung der PolizistInnen in den Wiederbelebungsmaßnahmen und die Ausstattung der Streifenwägen mit Defibrillatoren das Leben von Personen, die einen plötzlichen Herztod erleiden, retten können. Die Polizei ist durch ihre potenziell kürzeren Eintreffzeiten bei den PatientInnen eine wirksame und ergänzende Strategie zur Verbesserung der Überlebensrate.

Deshalb arbeitet PULS bereits seit 2013 mit der Wiener Polizei zusammen und schult die PolizistInnen in der Reanimation. So konnten bereits unzählige Leben in Wien durch PolizistInnen gerettet werden.

Nähere Infos zu dem Projekt in Wien findest Du hier: „First Responder Polizei Wien“

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https://www.puls.at/wp-content/uploads/2023/10/Bildschirmfoto-2023-10-18-um-19.39.55.png 780 1124 Christoph Veigl https://www.puls.at/wp-content/uploads/2020/04/Puls_Logo_340x156.png Christoph Veigl2023-10-18 19:37:312023-10-18 19:41:24PolizistInnen erhöhen Überlebenswahrscheinlichkeit beim plötzlichen Herztod

PULS-Studie zu AED-Unterschieden publiziert

30. Mai 2023/von Ava Tezval

In einer Zusammenarbeit zwischen PULS, der Berufsrettung Wien, und der Medizinischen Universität Wien konnte eine Analyse betreffend Unterschiede zwischen verschiedenen Defi-Modellen bei Einsätzen im Rahmen des First Responder Projektes der Wiener Polizei im Fachjournal Journal of Cardiovascular Development and Disease publiziert werden. Das Polizei-First Responder Projekt ist seit einigen Jahren ein internationales Vorzeigemodell und konnte bereits nachgewiesenermaßen das Outcome von PatientInnen nach plötzlichem Herztod verbessern. In der nun vorliegenden Studie war erfreulicherweise sichtbar, dass es keinen klaren Sieger oder Verlierer unter den untersuchten Defis gab. Trotzem erwähnenswert sind unterschiedlich lange Zeitphasen während der Verwendung, was die Frage nach Adaptierungen und etwaigen speziellen Trainingsmethoden für professionelle First-Responder aufwirft.

Link zur Publikation

https://www.puls.at/wp-content/uploads/2023/05/First_Responder_Polizei_Wien-2.jpg 544 1500 Ava Tezval https://www.puls.at/wp-content/uploads/2020/04/Puls_Logo_340x156.png Ava Tezval2023-05-30 10:30:242023-05-30 10:30:26PULS-Studie zu AED-Unterschieden publiziert
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