PULS-Vorstandsmitglied zu Besuch bei RAD

Im März 2024 war Dr. Mario Krammel, der 1. Geschäftsführende Präsident vom Verein PULS, zu Besuch bei der German Resuscitation Academy (RAD) am UKSH Institut für Rettungs- und Notfallmedizin IRUN. Dort durfte er das Wiener Polizei First Responder Projekt, das von PULS in Kooperation mit der Medizinischen Universität Wien und in Zusammenarbeit mit der Berufsrettung Wien ins Leben gerufen wurde, vorstellen.

RAD

Die Resuscitation Academy Deutschland (RAD) hat es sich zum Ziel gemacht, das Outcome nach einem präklinischen Herz-Kreislauf-Stillstand systematisch und nachhaltig zu verbessern. Dafür wird das 2008 in Seattle/King County, USA, entwickelte 10-Schritte-Programm von Mickey Eisenberg verwendet.

Wiener Polizei First Responder Projekt

Im Jahr 2013 wurde das Wiener Polizei First Responder Projekt ins Leben gerufen. Seitdem wurden viele Polizeiräumlichkeiten und vor allem auch Streifenwagen mit Defibrillatoren ausgestattet und die Polizeibediensteten in Reanimationsmaßnahmen geschult. Im Falle eines Herzstillstandes wird neben der Rettung auch die Polizei alarmiert und kann gegebenenfalls als ersteintreffendes Fahrzeug mit geschultem Personal somit solange die Reanimation durchführen, bis die Rettung eintrifft und die Überlebenswahrscheinlichkeit erhöhen. Durch die Einbindung der Wiener Polizei in die Rettungskette bei einem plötzlichen Herztod konnten bei mehr als 7000 Einsätzen seit Beginn des Projekts viele Leben gerettet werden.

Renate Holzwarth verlässt PULS – eine persönliche Nachricht

Nach drei unglaublich bereichernden und intensiven Jahren ist es für mich Zeit, Abschied zu nehmen.
Als ich im Jänner 2021 bei PULS – Verein zur Bekämpfung des plötzlichen Herztodes begann, war mir bewusst, wie wichtig das gemeinsame Ziel ist: die Bekämpfung des plötzlichen Herztodes.
Was ich in dieser Zeit erfahren, gelernt und erlebt habe, übertraf all meine Erwartungen.
Jeder Tag bei PULS war erfüllt von Engagement, Freude und dem unermüdlichen Bestreben, Leben zu retten. Ich durfte Seite an Seite mit Menschen arbeiten, die nicht nur Kolleginnen und Kollegen waren, sondern wahre Weggefährten wurden. Die Leidenschaft und der Einsatz für diese wichtige Sache haben mich tief berührt und inspiriert.

Gemeinsam haben wir viel erreicht: Wir haben die Organisationsstrukturen im Verein neu gedacht, etabliert bzw. effizient gemacht, den Verein professionalisiert und unermüdlich Aufklärungsarbeit geleistet, die Öffentlichkeit sensibilisiert sowie viele wichtige Schritte unternommen, um die Risiken des plötzlichen Herztodes zu minimieren.

Auch wenn ich nun neue Wege gehe, bleibt mein Herz eng mit dem Verein und seiner Mission verbunden.
Ich bin stolz auf das, was wir gemeinsam erlebt und aufgebaut haben, und ich weiß, dass diese wichtige Arbeit mit der gleichen Leidenschaft weitergeführt wird.

Ich möchte mich ganz HERZlich bei euch allen bedanken: für eure Unterstützung, eure Freundschaft und die unzähligen Stunden, die wir der Bekämpfung des plötzlichen Herztodes gewidmet habt.
Ich bin sehr dankbar, dass ich ein Teil von PULS sein durfte.

Abschied zu nehmen, fällt mir nicht leicht, aber ich verlasse den Verein mit vielen schönen Erinnerungen und der Gewissheit, dass unsere Wege sich immer wieder kreuzen werden.
Ich freue mich darauf, von euren künftigen Erfolgen zu hören und bin überzeugt, dass der Verein PULS weiterhin große Wirkung erzielen und viele Leben retten wird.

Eure
Renate

sicherheitsfest
Auszeichnung beim Veronika-Fialka-Moser-Diversitäts-Preis

Auszeichnung beim Veronika-Fialka-Moser-Diversitäts-Preis

Das Projekt von PULS-Mitgliedern zur Diversität von Reanimationspuppen bei der Schulung von Laien konnte beim diesjährigen Veronika-Fialka-Moser-Diversitäts-Preis der Medizinischen Universität Wien in der Kategorie „Engagement“ den 2. Platz belegen. Ziel des Preises ist es, Vielfalt sichtbar zu machen und Leistungen im Bereich Diversität zu honorieren. Der Preis ist nach Veronika Fialka-Moser, Professorin für Physikalische Medizin, benannt, um ihre langjährigen Verdienste im Bereich Diversity Management an der MedUni Wien zu würdigen.

Bereits im Jahr 2021 wurde ein PULS-Projekt unter der Führung von Priv.-Doz. DDr. Sebastian Schnaubelt zur Schulung von Wiederbelebung für geflüchtete Menschen mit dem 1. Platz ausgezeichnet. 

Beim jetzt prämierten Projekt soll die Verwendung von verschiedenen Puppen beim Laienreanimationstraining untersucht werden. Weltweit wurden und werden bisher fast ausschließlich Puppen verwendet, die einem jungen, schlanken, durchtrainierten, weißen Mann ähneln – also in den wenigsten Fällen tatsächlich die Person, die „im echten Leben“ einen Herz-Kreislauf-Stillstand erleiden wird. Zusätzlich ist gut dokumentiert, dass Frauen und Personen mit dunkler Hautfarbe im Ernstfall signifikant weniger oft durch Laien reanimiert werden. Daher gehen wir davon aus, dass die fehlende Diversität bei Puppen bei Laientrainings einen Einfluss auf den Beginn der Laienreanimation, und damit auf die Überlebenswahrscheinlichkeit dieser Gruppen hat. Daher wäre es wichtig, dass bei Schulungen sowohl männliche als auch weibliche Puppen, sowie mit unterschiedlicher Hautfarbe, unterschiedlichem Alter, und mit unterschiedlichem Körperbau verwendet werden; als Mix, der die gegenwärtige diverse Gesellschaft besser abbildet als bisher.

PVÖ bekommt Wiener Schrank

Vor Kurzem konnte ein weiterer Wiener Schrank in Betrieb genommen werden. PULS-Geschäftsführer Herbert Willer hat den neuen Wiener Schrank an den PVÖ Wien, vertreten von Landesgeschäftsführerin Michaela Sramek, übergeben. Für PVÖ-Landespräsident Harry Kopietz ist es besonders wichtig, dass der PVÖ Wien gegen den plötzlichen Herztod gewappnet ist. Auch für PULS ist es ein weiterer Schritt im Kampf gegen den plötzlichen Herztod!

Praktische Funktionen konnten PVÖ überzeugen

Durch den Wiener Schrank ist der darin befindliche Defi unter anderem gegen Wettereinwirkungen geschützt und wird überwacht. Selbst wenn der Defi verwendet wird, wird durch die daran angebrachte PULS Lost&Found Fundservice Versicherungskarte gewährleistet, dass der Defi wieder an seinen ursprünglichen Standort zurückfinden kann. Ansonsten ist der Defi durch die Versicherungskarte gegen Diebstahl und Vandalismus versichert. Die vielen praktischen Funktionen waren für den PVÖ überzeugend – somit ist nun auch das PVÖ-Landesbüro in Wien herzsicher!

PULS Verein am Filmset von „Fountain of Youth“

Schauspielerin und Oscar-Preisträgerin Natalie Portman war im März für Dreharbeiten in Wien. Um am Filmset gegen den plötzlichen Herztod gewappnet zu sein, bestand die Filmcrew aus Großbritannien auf einen Defi am Set.

Herzsicher am Set

Auf Ersuchen von PULS stellte die Firma HABEL ein ZOLL-Leihgerät für die Dauer der Dreharbeiten zur Verfügung. Im Zuge dessen war PULS vor Ort und sorgte für ein herzsicheres Filmset.

Auf der Suche nach dem Jungbrunnen in Wien

Unter der Regie von Guy Ritchie übernimmt Natalie Portman die Hauptrolle im neuen Abenteuerfilm „Fountain of Youth“. Darin begibt sie sich gemeinsam mit John Krasinski, in der Rolle ihres Bruders, auf die Suche nach dem titelgebenden Jungbrunnen.

Laienreanimationstraining in Österreich: Eine Übersicht und Annäherung

Das frühzeitige Eingreifen von Laien bei einem Herzstillstand verbessert die Überlebenswahrscheinlichkeit und das neurologische Outcome erheblich. In Österreich gibt es einige Organisationen und Initiativen, die durch Reanimationsschulungen für Laien einerseits- und Awarenessbildung für den plötzlichen Herztod andererseits versuchen, die aktuell niedrige Überlebenswahrscheinlichkeit des plötzlichen Herztodes zu steigern.

Gemeinsam mit dem Österreichischen Rat für Wiederbelebung (ARC; www.wiederbelebung.at) konnte PULS nun in dieser Fragebogenstudie erstmalig ein Überblick über die verschiedenen entsprechenden Organisationen in Österreich gegeben. Es wurde ein starkes Stadt-Land-Gefälle bei der Verteilung der Initiativen gezeigt; dies führt zu einer unterschiedlichen Erreichbarkeit von Personen im ländlichen und urbanen Raum. Eine weitere wichtige Erkenntnis der Studie ist, dass das Laienreanimationstraining in Österreich größtenteils von ehrenamtlichem Engagement abhängig ist. In Bezug auf organisationsübergreifende Zusammenarbeit wird PULS als Vorzeigeprojekt angeführt.

Link zur Publikation

PULS bekommt Neuzugang in der Geschäftsführung

Mit Februar hat PULS einen weiteren wichtigen personellen Neuzugang bekommen – Herbert Willer! Er übernimmt ab sofort die operative Geschäftsleitung bei PULS und ergänzt somit den bestehenden geschäftsführenden Vorstand des Vereins.

Aus seiner bisherigen Berufslaufbahn bringt er ein breitgefächertes Vorwissen mit. Seine Karriere begann bei Philips, wo er in verschiedenen Abteilungen und zuletzt in leitenden Funktionen gearbeitet hat. Als Ausgleich zum Beruf war er seit seinem 19. Lebensjahr freiwillig als Sanitäter beim Samariterbund tätig. Nach 17 Jahren bei Philips machte er dann sein Hobby zum Beruf und brachte seine Erfahrungen und Kompetenzen hauptberuflich beim Samariterbund in Niederösterreich ein, wo er Strukturen schaffte und neue Projekte implementierte. Bis 2021 war Herbert Willer aktiver Notfallsanitäter im Rettungs- und Notarztdienst.

Wir freuen uns, dass Herbert Willer nun zum PULS-Team gehört – Willkommen!

Reanimationstraining bei Physio Austria

Am 25. Jänner war PULS im Rahmen eines Reanimationstrainings vor Ort bei Physio Austria, dem Bundesverband für Physiotherapeut*Innen. Dabei hatten Physiotherapeutinnen und Physiotherapeuten die Möglichkeit, ihr Wissen über den plötzlichen Herztod und Wiederbelebungsmaßnahmen aufzufrischen und zu erweitern.

Nach einer kurzen theoretischen Einschulung von PULS-Mitarbeiterin Sabine Heider zum Thema Herzdruckmassage und Umgang mit dem Defi konnten die 12 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aufgeteilt in drei Gruppen ihr Wissen praktisch an Übungspuppen testen. Dabei hatten sie auch die Gelegenheit, etwaige Unklarheiten zu beseitigen und Fragen zu stellen.

Lost & Found Versicherungskarte

Neue Innovation – Ortungskarte mit Versicherungsschutz für externe Defis

In Zusammenarbeit mit KISS IT hat der Verein PULS die Lost & Found Fundservice Versicherungskarte entwickelt. Dabei handelt es sich um ein elektronisches Ortungsmodul in der Größe einer Kreditkarte. Mit dieser Karte kann der Defibrillator auch in Innenräumen geortet werden. Zugleich besitzt der Defibrillator dadurch eine Kaskoversicherung gegen Diebstahl und Vandalismus.

Praktische Funktionen für externe Defis

Jeder Defi-Betreiber kann seinen Defi nun ganz einfach gegen Vandalismus und Diebstahl versichern, indem er mittels Seriennummer des Defis eine eigene Lost & Found Fundservice Sicherheitskarte anfordert. Die Versicherungskarte ist daraufhin für zwei Jahre gültig. Diese neue Innovation ermöglicht es, externe Defis im Smarten Definetzwerk sichtbar zu machen und sowohl indoor als auch outdoor live zu verfolgen. Genauso wie beim Wiener Schrank kann nun zu jeder Zeit festgestellt werden, wo sich der Defi befindet. Außerdem enthält die Ortungskarte einen QR-Code, mit dem die Kontaktdaten des jeweiligen Betreibers in Erfahrung gebracht werden können. Durch diese innovativen Funktionen kann gewährleistet werden, dass der Defi nach erfolgter Verwendung wieder zu seinem ursprünglichen Standort zurückfindet.

Vorteile für Lebensretter-App und Rettung

Aber nicht nur für den Betreiber, sondern auch für die Lebensretter bringt die Sicherheitskarte entscheidende Vorteile mit sich. Denn durch die Live-Standortverortung findet die von der Lebensretter-App alarmierte Person auch zu 100% zu dem Defi, der über die App angepeilt wird. Somit kann ohne unnötige Umwege und Zeitverlust schnellstmöglich Hilfe geleistet werden. Ebenso profitiert die Rettung von dieser Funktion, denn die Leitstelle kann bei Bedarf auch auf den Defi-Standort zugreifen und das Rettungspersonal ohne Umwege an den richtigen Einsatzort schicken, wenn sich der Defi schon bei der betroffenen Person befindet.

Für genauere Informationen zum Leistungsumfang der Versicherung und zur Bestellung einer eigenen Lost & Found Fundservice Ortungskarte, benutzen Sie bitte den Link: https://www.kiss-it.io/product/puls-kiss-security-card/

PULS beim Vernetzungstreffen des Österreichischen Rates für Wiederbelebung (ARC) für Laienreanimation in Innsbruck

PULS beim Vernetzungstreffen des Österreichischen Rates für Wiederbelebung (ARC) für Laienreanimation in Innsbruck

Am 14. Jänner 2024 fand in Innsbruck ein Treffen österreichischer Initiativen für Laienreanimation und Aufklärung über den plötzlichen Herztod statt. Bei diesem Arbeitsmeeting, welches vom Österreichischen Rat für Wiederbelebung (ARC, www.wiederbelebung.at) organisiert wurde, fand ein Austausch von Vertreterinnen und Vertretern wichtiger österreichweiter Initiativen statt. Es waren neben Mitgliedern von PULS und des ARC unter anderem auch der Young ARC, das Rote Kreuz Innsbruck, SINUS Linz, Drück mich! aus Graz, und die Interessensgemeinschaft Notfallmedizin Innsbruck (IGNI) vertreten.

Zusammenarbeit am Tag der Wiederbelebung

Ziel war neben einer Besprechung bisheriger Herausforderungen und Erfolge eine Diskussion zukünftiger gemeinsamer Zusammenarbeit hinsichtlich des jährlichen Tages der Wiederbelebung (World Restart a Heart Day, https://www.erc.edu/about/restart). PULS konnte sich durch die langjährige Expertise in Awarenessprojekten und Marketing einbringen, unter anderem wurde ein gemeinsamer Slogan und eine koordinierte Pressearbeit beschlossen. Initiativen, die sich anschließen möchten, können sich an office@wiederbelebung.at oder, vor allem jene, die in Wien beheimatet sind, an heider@puls.at wenden.

Bild von Peggy und Marco Lachmann-Anke auf Pixabay