Wissenschaft aus Wien: Laienreanimation rettet Leben

Mitte September wurde Mailand zum Treffpunkt der internationalen Wiederbelebungsforschung: Beim diesjährigen Kongress des European Resuscitation Council (ERC) kamen Expert*innen aus ganz Europa und darüber hinaus zusammen, um aktuelle Erkenntnisse und Entwicklungen rund um den Kreislauf-Stillstand und die Wiederbelebung zu diskutieren.

Mit dabei war auch eine wissenschaftliche Arbeit aus Wien: Im Rahmen des Kongresses wurde ein Abstract unter Mitwirkung von PULS vorgestellt, welches sich mit der Entwicklung der Laienreanimation und deren Einfluss auf das Überleben nach außerklinischem Kreislauf-Stillstand in Wien beschäftigt.

Die Auswertung zeigt deutlich, wie wichtig die ersten Minuten nach einem Kreislauf-Stillstand sind: Patient*innen, bei denen bereits vor dem Eintreffen des Rettungsdienstes mit Wiederbelebungsmaßnahmen begonnen wird, haben bessere Chancen zu überleben und ein besseres neurologisches Ergebnis. Genau diese entscheidenden Minuten können Ersthelfer*innen überbrücken – indem sie den Notruf wählen, sofort mit der Herzdruckmassage beginnen und, wenn verfügbar, einen Defibrillator verwenden.

Untersucht wurden auch die Auswirkungen der COVID-19-Pandemie. Dabei zeigte sich ein Rückgang der Laienreanimationsrate. Die Daten machen damit einmal mehr deutlich, wie entscheidend ein funktionierendes Netzwerk aus Ersthelfer*innen, frühzeitiger Defibrillation und professioneller Rettungsmedizin ist.

Für PULS ist die Präsentation in Mailand deshalb mehr als ein wissenschaftlicher Beitrag: Sie bestätigt unseren Weg. Menschen müssen wissen, dass sie im Ernstfall selbst den entscheidenden Unterschied machen können. Denn bei einem Kreislauf-Stillstand zählt jede Minute – und Hilfe beginnt bevor der Rettungsdienst eintrifft.

RUFEN – DRÜCKEN – SCHOCKEN

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