Warum Frauen bei der Wiederbelebung mehr Sichtbarkeit brauchen
Der Weltfrauentag erinnert uns daran, dass Gleichberechtigung nicht nur im Beruf, in der Bildung oder in der Politik zählt, sondern auch in der Gesundheit und im Überleben. Gerade bei der Wiederbelebung zeigt sich eine besorgniserregende Ungleichheit.
Warum ist das so? Die Gründe liegen nicht in fehlender Bedeutung, sondern häufig in gesellschaftlichen Hemmungen und falschen Vorstellungen. In einer Befragung nannten Menschen vor allem drei Ursachen: die Sexualisierung des weiblichen Körpers, die Angst, Frauen zu verletzen, und Fehlwahrnehmungen darüber, wie ein medizinischer Notfall bei Frauen aussieht. Hinzu kommt die Sorge vor „unangemessenem Berühren“ oder falschen Anschuldigungen. Weiters zeigt sich, dass ein Herzstillstand bei Frauen im öffentlichen Raum schon beim Notruf seltener richtig erkannt wird – und dass genau das einen erheblichen Teil der Ungleichheit mit erklären kann.
Dabei ist die Botschaft eindeutig: Im Notfall zählt jede Sekunde. Wiederbelebung rettet Leben. Bei der Laienreanimation wird fest und schnell in die Mitte des Brustkorbs gedrückt – unabhängig davon, ob die betroffene Person ein Mann oder eine Frau ist. Wer zögert, verliert wertvolle Zeit. Wer handelt, gibt einem Menschen die Chance auf Überleben.
Deshalb braucht es mehr Aufklärung, mehr Übung mit realistischen Trainingssituationen und mehr Bewusstsein dafür, dass ein Herzstillstand jede Person treffen kann. Gleichberechtigung heißt auch: dieselbe Hilfe, dieselbe Entschlossenheit, dieselbe Überlebenschance. Am Weltfrauentag erinnern wir daran, dass Helfen keine Frage des Geschlechts sein darf. Denn Leben retten muss für alle selbstverständlich sein!







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