PULS im Austausch mit Penzing und Margareten für mehr HERZsicherheit

Wie können Wiener Bezirke noch HERZsicherer werden? Mit genau dieser Frage hat sich PULS in den vergangenen Tagen in konstruktiven Gesprächen mit Vertreter*innen der Bezirke Penzing und Margareten beschäftigt.

Im Austausch mit der Bezirksvorsteherin von Penzing, Michaela Schüchner, wurde erörtert, welche konkreten Maßnahmen notwendig sind, um die HERZsicherheit im Bezirk weiter zu stärken. Im Mittelpunkt standen dabei die sinnvolle Platzierung von 24/7 verfügbaren Defibrillatoren, mögliche Finanzierungsmodelle sowie weitere Schritte zur Verbesserung der lebensrettenden Erstversorgung im öffentlichen Raum.

Ebenso stand beim Gespräch mit dem Bezirksvorsteher von Margareten, Michael Luxenberger, und Bezirksrätin Susanna Wouk die Frage im Zentrum, wie die HERZsicherheit im Bezirk nachhaltig weiterentwickelt werden kann. Auch hier wurden mögliche Standorte für rund um die Uhr zugängliche Defibrillatoren, verschiedene Finanzierungsmöglichkeiten sowie zusätzliche Maßnahmen zur Stärkung der raschen Hilfe im Notfall besprochen.

Die Gespräche machen deutlich, dass das Thema HERZsicherheit in den Wiener Bezirken weiter an Bedeutung gewinnt. Für PULS ist dieser Austausch ein wichtiges Zeichen dafür, dass nachhaltige Verbesserungen dort entstehen, wo Verantwortung übernommen, partnerschaftlich zusammengearbeitet und konkrete Lösungen entwickelt werden.

PULS setzt sich dafür ein, lebensrettende Sofortmaßnahmen stärker im öffentlichen Raum zu verankern und gemeinsam mit Bezirken, Institutionen und Partner*innen daran zu arbeiten, Wien noch HERZsicherer zu machen.

© Verein PULS

Warum Frauen bei der Wiederbelebung mehr Sichtbarkeit brauchen

Der Weltfrauentag erinnert uns daran, dass Gleichberechtigung nicht nur im Beruf, in der Bildung oder in der Politik zählt, sondern auch in der Gesundheit und im Überleben. Gerade bei der Wiederbelebung zeigt sich eine besorgniserregende Ungleichheit.

Warum ist das so? Die Gründe liegen nicht in fehlender Bedeutung, sondern häufig in gesellschaftlichen Hemmungen und falschen Vorstellungen. In einer Befragung nannten Menschen vor allem drei Ursachen: die Sexualisierung des weiblichen Körpers, die Angst, Frauen zu verletzen, und Fehlwahrnehmungen darüber, wie ein medizinischer Notfall bei Frauen aussieht. Hinzu kommt die Sorge vor „unangemessenem Berühren“ oder falschen Anschuldigungen. Weiters zeigt sich, dass ein Herzstillstand bei Frauen im öffentlichen Raum schon beim Notruf seltener richtig erkannt wird – und dass genau das einen erheblichen Teil der Ungleichheit mit erklären kann.

Dabei ist die Botschaft eindeutig: Im Notfall zählt jede Sekunde. Wiederbelebung rettet Leben. Bei der Laienreanimation wird fest und schnell in die Mitte des Brustkorbs gedrückt – unabhängig davon, ob die betroffene Person ein Mann oder eine Frau ist. Wer zögert, verliert wertvolle Zeit. Wer handelt, gibt einem Menschen die Chance auf Überleben.

Deshalb braucht es mehr Aufklärung, mehr Übung mit realistischen Trainingssituationen und mehr Bewusstsein dafür, dass ein Herzstillstand jede Person treffen kann. Gleichberechtigung heißt auch: dieselbe Hilfe, dieselbe Entschlossenheit, dieselbe Überlebenschance. Am Weltfrauentag erinnern wir daran, dass Helfen keine Frage des Geschlechts sein darf. Denn Leben retten muss für alle selbstverständlich sein!